Kasseedorf: Neues Feuerwehrhaus?

Unfallkasse bemängelt Lage und Zufahrt zum Bestandsgebäude / Abstimmungs-Gespräche am Dienstag

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29. November 2018, 14:33 Uhr

In der Gemeinde Kasseedorf ist man gespannt auf den kommenden Dienstag. Dann trifft sich Bürgermeisterin Regina Voß (SPD) mit einem Vertreter
der Feuerwehrunfallkasse. Der Termin entscheidet über die Zukunft des Feuerwehrhauses in der Oldenburger Straße direkt neben dem Kindergarten und unter einem Dach mit dem Bauhof. Schriftlich fordert die Unfallkasse wie üblich eine zweite Zufahrt, damit sich anrückende Kameraden und ausrückende Einsatzfahrzeuge nicht kreuzen. Dies kann die Gemeinde am aktuellen Standort nicht umsetzen. Die theoretisch einzig mögliche Variante würde dann eine private Auffahrt kreuzen, berichtete Voß in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Der hatte den Architekten Harm Hoffmann eigentlich nur mit der Planung von Umkleidemöglichkeiten und Sanitärräumen beauftragt. Gleiches wurde auch für den Bauhof gemeldet, der im gleichen Gebäude residiert. Im Gespräch mit der Unfallkasse war auch die Zuwegung und die Tiefe der Fahrzeughallen thematisiert worden. Während der Ausschuss die Empfehlung zur Größe der Stellplätze noch entspannt sah, trieb die Forderung nach einer zweiten Zufahrt allen Mitgliedern die Sorgenfalten ins Gesicht. „Wenn wir das umsetzen müssen, brauchen wir nicht weiter planen“, war sich der Ausschussvorsitzende Mirko Strunge (SPD) sicher. Für ihn liefe es dann auf einen Neubau hinaus, ohne konkrete Ideen für einen Standort zu haben. Um das Problem mit der Enge rund um das Feuerwehrhaus und die schwierige Zuwegung weiß man in Kasseedorf schon lange.

Die fast schon zu schmale Auffahrt geht um 90 Grad um eine Hausecke und führt dann unmittelbar vor den Zugängen zur Alten Schulscheune als Bürgerbegegnungsstätte und dem Kindergarten vorbei. Vor der Anschaffung des letzten Löschfahrzeuges hatte man schon geprüft, ob dieses die Kurve überhaupt durchfahren kann. Das gesamte gemeindeeigene Areal liegt in zweiter Reihe an der Oldenburger Straße und ist nur durch die eine Auffahrt erschlossen. Voß setzt alle Hoffnung auf eine Verbreiterung der Auffahrt und die Möglichkeit einer anderen Wegeführung auf dem Grundstück. Der Nachbar habe bereits seine Bereitschaft für eine Verbreiterung der Zufahrt signalisiert. Erst wenn die Unfallkasse von der Forderung nach einer zweiten Zufahrt abrückt, will der Bauausschuss weiter über die Umbauvarianten sprechen. Die Kostenschätzung des Architekten für die erste Planung mit Verlegung der Fahrzeughalle des Bauhofes und Schaffung von Umkleide- und Sanitärräumen beläuft sich auf 377 000 Euro.

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