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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 15:08 Uhr

Kasseedorf in weiblicher Hand

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Christiane Hill zur 2. stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt

Als nächste Listenkandidatin der Kasseedorfer WUB hat Christiane Hill das von Falk Herzog zurückgegebene Mandat in der Gemeindevertretung übernommen. In der letzten Sitzung des Jahres verpflichtete Bürgermeisterin Regina Voß (SPD) die 50-Jährige in ihrem Amt. Auf Vorschlag ihrer Fraktion wählten die 13 Gemeindevertreter sie auch gleich zur zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin. Mit der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin Britta Riemann (CDU) stehen damit drei Frauen an der Spitze der Gemeinde. „Ich denke, das ist etwas ganz einmaliges“, kommentierte WUB-Sprecher Lothar Moos die Wahl.

Christiane Hill ist Siebdruckerin und lebt seit 2003 in Kasseedorf.
Die gebürtige Ratzeburgerin übernimmt auch den Sitz Herzogs im Finanzausschuss sowie die des stellvertretenden Mitglieds im Sozialausschuss. Neues stellvertretendes Mitglied im Bauausschuss wurde Stefan Maier, der auch neues stellvertretendes Mitglied für Martin Boesmann im Amtsausschuss Ostholstein-Mitte ist. Boesmann übernahm als reguläres Mitglied Herzogs Posten auf Amtsebene.

Die von den Besuchern am meisten erwarteten Tagesordnungspunkte wurden vertagt. Mit der Erhöhung der Gebühren für die Nutzung der Schulscheune soll sich erneut der Sozialausschuss beschäftigen. Die von ihm beschlossene deutliche Erhöhung der Miete an Aufführungstagen für die Theatergruppe von 25 auf 100 Euro hatte für Unruhe gesorgt. Einige Mitglieder der Gruppe sprachen nach Bekanntwerden der Pläne von Einstellung der jährlichen Aufführungen, für die die Schulscheune im Frühjahr für vier Wochen belegt ist. Auch den Haushalt für 2017 nahmen die Gemeindevertreter von der Tagesordnung, weil zu wenig Zeit für die Vorbereitung war. Geplant ist eine extra Sitzung im Januar. Die Finanzen der Gemeinde blieben jedoch nicht gänzlich unbeachtet. Ein Minus von 50  000 Euro bei der Gewerbesteuer und ein Plus bei der zu entrichtenden Amtsumlage von 45  000 Euro hatten einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr erforderlich gemacht, wie Martin Boesmann (CDU) erklärte. Nachdem die Verwaltung alle Haushaltspositionen beleuchtet und den zu erwartenden Jahreszahlen angepasst hatte, blieb dem Vorsitzenden des Finanzausschusses nur noch die Erhöhung des Fehlbetrages von 438  000 Euro auf 510  000 Euro zu verkünden. Zähneknirschend wurde der Haushalt beschlossen.

An der finanziellen Situation werden auch die im Januar fälligen Ausbaubeiträge für die Straße Bergfeld-Freudenholm über insgesamt 164  000 Euro nichts ändern. 560  000 Euro hat die Gemeinde in die grundlegende Sanierung investiert. Zudem lägen einige Widersprüche gegen die ergangenen Bescheide vor, berichtete Bürgermeisterin Voß. Mit zehn Euro mehr pro Hund und Jahr werden die Hundehalter zukünftig zur Kasse gebeten. Die Steuer für den ersten Hund beträgt zukünftig 80 Euro. Wesentlich teurer werden der zweite und jeder weitere Hund mit 150 und 220 Euro. Wie alle anderen Beschlüsse ergingen auch die zur Erlassung von Satzungen für die Kameradschaftskassen der Feuerwehren und zur Energetischen Sanierung des Kindergartens einstimmig.

Das beauftragte Planungsbüro soll nun die bereitstehenden Fördermittel von 82    000 Euro für die „Flohkiste“ beantragen.

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erstellt am 16.Dez.2016 | 10:44 Uhr

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