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Kasseedorf erhöht die Steuern und sendet Notruf zur Finanzlage an Kiel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 05.Okt.2014 | 18:43 Uhr

Die Gemeinde Kasseedorf will ihre finanzielle Bedrängnis in einer eigenen Stellungnahme der Landesregierung nahe bringen. Dieser Vorschlag des CDU-Fraktionschefs Martin Boesmann fand trotz des Widerstands von Bürgermeisterin Regina Voß (SPD, die lieber den Gemeindetag in Kiel handeln lassen will, die Zustimmung der Gemeindevertreter.

In deren Sitzung in Griebel wies Boesmann auf das aktuelle Haushaltsdefizit und den Schuldenstand von 1,4 Millionen Euro hin, der sich absehbar weiter erhöhen werde. Denn die Gemeinde habe allein mit den Straßen große Unterhaltungslasten zu tagen, die aus den Einnahmen nicht mehr zu bestreiten seien. „So kann es nicht mehr weitergehen, wir müssen einen Notruf an Kiel senden“, sagte Boesmann. Ihm pflichtete Mirko Strunge (SPD) bei: „Wie wir uns drehen und wenden, wir kommen nicht auf einen grünen Zweig.“

Unter dem Zwang, die Hebesatz-Vorgaben des Landes für eine Finanznothilfe zu erfüllen, haben die Gemeindevertreter bereits für 2015 eine Erhöhung der Grundsteuern A und B und der Gewerbesteuer befürwortet. „Wir haben keine andere Wahl. Wenn wir das nicht machen, dann wird unser Minus im nächsten Haushalt noch größer“, sagte Bürgermeisterin Voß. Die Steuererhöhung bringe voraussichtlich weniger als 10 000 Euro ein.

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