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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 02:28 Uhr

Kasseedorf erhöht die Kita-Beiträge

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ab dem neuen Kindergartenjahr 27 Prozent Elternbeteiligung / Alter der Kinder weiter ohne Bedeutung / Abrechnung in 30-Minuten-Blöcken entfällt künftig

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2017 | 15:01 Uhr

Um zehn Euro im Monat auf 140 Euro sollen die Elternbeiträge für die vier Stunden Regelbetreuung im Kasseedorfer Kindergarten Flohkiste ab dem neuen Kindergartenjahr steigen. Eltern, die das gesamte Betreuungsangebot bis zum Nachmittag in Anspruch nehmen, kommen nach Beschluss des Sozialausschusses der Gemeinde zukünftig auf 202 Euro. SPD-Vertreterin Wiebke Aldenhoff enthielt sich der Abstimmung, der eine längere Diskussion vorausgegangen war und bereits in der vorausgegangenen Sitzung des Ausschusses ihren Anfang genommen hatte. Die ursprüngliche Verwaltungsvorlage hatte eine Unterscheidung der Beiträge für Kinder unter und über drei Jahren in der altersgemischten Gruppe vorgesehen. Politischer Wille des Ausschusses war es jedoch die erhöhten Kosten für die Unterdreijährigen auf alle Eltern zu verteilen. In der neuen Kalkulation fanden sich nun die rechnerischen Beiträge gestaffelt nach der prozentualen Beteiligung der Eltern von 27 bis 30 Prozent. Dabei entsprechen die zukünftigen 140 Euro 30 Prozent. Von diesem Satz wich man am Ende jedoch bei den Beiträgen für erweiterte Öffnungszeiten ab. Svenja Rahlf (SPD) hatte darauf hingewiesen, dass die Erhöhungen überproportional die Eltern treffen, die zusätzliche Stunden beanspruchen. Die vorrangig von Berufstätigten nachgefragte Zeit von 7 bis 14 Uhr würde demnach 43 Euro teurer werden. Hier plädierte die SPD für eine Umverteilung der Kosten für Zusatzstunden auf alle Eltern. Man griff schließlich zu den Sätzen, die bei 27 Prozent Elternbeteiligung kalkuliert wurden. Mit der neuen Gebührenordnung wird die Möglichkeit der Abrechnung in 30-Minuten-Blöcken entfallen. Da das Personal nicht so individuell abrufbar sei, würde dies zu Mehrkosten führen, so die Begründung.

Derzeit besuchen 35 Kinder die Flohkiste, 20 davon in der Regelgruppe. Für sieben Kinder nehmen die Eltern die Betreuung bis 16 Uhr in Anspruch, 16 nehmen am Mittagstisch teil. Ihre Zahl wird zum Sommer auf 21 steigen. Sobald zehn Kinder in die Schule wechseln, bleiben es 34 Kinder im bevorstehenden Jahr. Drei bis fünf Kinder seien laut Bericht der Leiterin Tanja Nirmaier ab Sommer noch ohne Platz. Nach aktuellen Zahlen könne sich die Situation 2018 noch verschärfen. Trotz 13 Schulkindern könnten elf von 18 Anmeldungen nicht berücksichtig werden. Ein Grund sei die steigende Nachfrage nach Plätzen für Kinder unter drei Jahren. In der altersgemischten Gruppe kann für zwei gehende Schulkinder nur ein U3-Kind aufgenommen werden. Erneut diskutierte der Ausschuss die Möglichkeit einer Waldgruppe zur Abfederung der Nachfragespitzen.

Einstimmig billigte der Ausschuss die Eilentscheidung der Bürgermeisterin, den Architekten mit der Ausschreibung für die geplante energetische Sanierung der Flohkiste zu beauftragen. 82  000 Euro Fördermittel stehen der Gemeinde dazu zur Verfügung. Obwohl Voß ebenfalls ermächtigt wurde, die Verträge mit den Handwerkern ohne weitere Abstimmung zu unterzeichnen, werden vermutlich nicht alle Arbeiten in den Sommerferien des Kindergartens ausgeführt werden können.

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