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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 19:00 Uhr

Kasernen-Gebäude wird Flüchtlingsheim

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

100 Asylbewerber sollen ihre Unterkunft auf Neustädter Wieksberg bekommen

von
erstellt am 12.Okt.2015 | 14:05 Uhr

Das Bundesverteidigungsministerium hat die Nutzung eines Kasernengebäudes auf dem Wieksberg zur Unterbringung von Flüchtlingen genehmigt: In einem Gebäude können etwa 100 Personen in Ein- bis Fünf-Bett-Zimmern untergebracht werden.

Es handelt sich nicht um eine Erstaufnahmeeinrichtung, betonten Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider und Kapitän zur See, Mathias Metz, in einer gemeinsamen Erklärung. Es sei vielmehr eine Gemeinschaftsunterkunft in kommunaler Verantwortung, die auf die Quote Neustadts angerechnet werde.

Neustadt müsse in diesem Jahr noch rund 200 Personen unterbringen. Angesichts des nahenden Winters zeigte sich die Bürgermeisterin erleichtert darüber, dass keine Zelte oder Container aufgestellt werden müssen.

Die Asylbewerber, die ab November in dem Gebäude untergebracht werden, sollen sich Küchen, Sanitäreinrichtungen und Waschküche teilen und ihr Leben selbst gestalten. Das heiße, sie würden nicht wie in einer Erstaufnahmeeinrichtung verpflegt, sondern erhielten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und müssten mit diesem Geld auch Lebensmittel kaufen und ihr Essen selbst zubereiten.

Kapitän zur See Metz erklärte, es sei nur ein Gebäude auf dem Kasernengelände, das sich für die Unterbringung von Flüchtlingen eigne, da für dieses ein eigener Zugang von außen geschaffen und es außerdem durch Bauzäune vom militärisch genutzten Bereich abgetrennt werden könne. Dies sei bei keinem anderen Gebäude auf dem Wieksberg ansonsten möglich.

Mathias Metz: „Ich freue mich, dass wir der Stadt dabei helfen können, diese außergewöhnliche Situation zu meistern. In dieser Ausnahmesituation erweist sich, dass die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und Marine auch in schwierigen Zeiten zu guten Ergebnissen führt.“

Dr. Tordis Batscheider: „Ich bin der Marine sehr dankbar für die schnelle und unbürokratische Unterstützung.“ Da der Wohnungsmarkt sehr angespannt sei und es in Neustadt so gut wie keinen freien Wohnraum mehr gebe, sei die Nutzung des Kasernengebäudes die einzige Möglichkeit, für Flüchtlinge eine menschenwürdige Unterbringung zu schaffen.

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