zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 04:37 Uhr

Karpfen mit Wasser satt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Beim Abfischen des Kasseedorfer Mühlenteichs kämpften die Akteure mit den Folgen der anhaltenden Regenfälle

An Wasser mangelte es beim Abfischen des Kasseedorfer Mühlenteiches wahrlich nicht. Der anhaltende Regen war dabei für Fischer sowie große und kleine Zuschauer das geringste Problem. Gut beschirmt und in dicke Jacken gehüllt verfolgten zahlreiche Besucher zunächst, wie die golden schimmernden Karpfen unterhalb des Wehres aus dem Lauf der Schwentine gezogen wurden. Dann sicherten sich viele von ihnen in der Halle des Bauhofes ein oder mehrere Exemplare zum Verzehr.

Für Verzögerung sorgten aber die Wassermassen, die nach den anhaltenden Regenfällen aus dem Quellgebiet der Schwentine nachflossen. Obwohl Pächter Oliver Lembke den Pegel des Mühlenteiches bereits über einen Zeitraum von drei Wochen schrittweise abgesenkt hatte, dauerte es am Sonnabend weit über eine Stunde, bis die Männer, die bis zu den Knien im Wasser standen, endlich Fische statt Laub und Unrat in ihren Keschern hatten.

Auch wenn Lembke und seine Brüder Ingo und Christian die angereichten Fische unterhalb des Wehrs wie am Fließband sortierten, dauerte es bis kurz vor 11 Uhr, bis die ersten Karpfen in den Bassins neben der Schulscheune zappelten. Dort hatten bereits vor 10 Uhr die ersten Kunden sehnsüchtig auf „ihren“ Karpfen gewartet. Viele nehmen weite Anfahrtswege in Kauf, um in den Genuss der Fische zu kommen. Deren Vorzüge liegen auf der Hand: Sie werden nicht gemästet und schmecken kein bisschen moderig, denn die Schwentine sorgt stets für frisches Wasser im Mühlenteich.

Die Aufgaben beim Verkauf sind seit Jahren klar verteilt. Karl Witt und Christan Stahl bugsieren die Karpfen in Wunschgröße in die Tüten, die dann auf der Waage von Bürgermeisterin Regina Voß und Günter Maaß landen. Ein letztes Mal verkündete Maaß, der seit 1986 die Finanzen im Blick hat, das Ergebnis in Zahlen: „Wir haben rund sechs Zentner Fisch verkauft. Das ist etwas weniger als im letzten Jahr.“ Im kommenden Jahr soll Karl Witt die Kasse führen. Unverändert verarbeiteten Martin Ausborn, Siegfried Stoll und Peter Kock die Karpfen auf Wunsch auch in küchenfertige Stücke.

Trotz Regens gestaltete sich das Abfischen wieder zu einem kleinen Dorffest. Im Vereinsheim der Kyffhäuser wurden heiße Getränke und Fischbrötchen angeboten und der DRK-Ortsverband versorgte die Gäste mit Erbsensuppe. In der Schulscheune veranstaltete die Jugendfeuerwehr parallel ihren Adventsbasar mit dem Motto „Alles, was das Herz begehrt“. Der Feuerwehrnachwuchs hatte Fliederbeersuppe, Kaffee und Kuchen sowie selbstgebackene Waffeln im Angebot. Die Jugendlichen aus dem Sagauer Bauwagen hatten gut 30 Stunden lang Baumschmuck und winterliche Figuren gebastelt und präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeit auf einem eigenen Stand. Auf diese Weise sammelten sie Spenden, um sich Wünsche für ihren Jugendtreff zu erfüllen. Konkrete Plänen haben die Mädchen derzeit aber noch nicht.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen