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Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 01:24 Uhr

Kandidaten thematisieren Hotelbau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das gemeinnützige Unternehmen „Die Ostholsteiner“ gilt bei den Landtagskandidaten offenbar als begehrter Gesprächspartner

Nach Bekanntwerden der Pläne für ein Inklusionshotel an der Stelle des Haus des Gastes in der Eutiner Stadtbucht, ist Reinhard Sohns, Geschäftsführer des gemeinnützigen Unternehmens für Menschen mit Behinderungen „Die Ostholsteiner“, offenbar zu einem begehrten Gesprächspartner der Politik geworden.

Jedenfalls die beiden Landtagskandidaten Regina Poersch (SPD) und Tim Brockmann (CDU) hatten unabhängig voneinander Gesprächsbedarf mit Geschäftsführer Reinhard Sohns. Während Brockmann Eutins CDU-Fraktionschef Matthias Rachfahl als Begleiter hatte, bot Poersch den SPD-Fraktionschef Hans-Georg Westphal und setzte mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer noch einen drauf.

Nach Mitteilung von Tim Brockmann hatte ihm und Rachfahl Geschäftsführer Sohns die Einrichtung vorgestellt und verschiedene Möglichkeiten der Teilhabe an der Arbeitswelt vorgestellt. Natürlich ging es auch um das geplante Inklusionshotel. „Ich finde die Idee gut, der Ansatz ist richtig“, schwärmt Tim Brockmann über neue Chancen für besondere Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Für die CDU ist das Inklusionshotel, so Brockmann, ein kommunales Thema. Brockmann sagte seine Unterstützung zu: „Ich bin sehr beeindruckt von der Arbeit, die durch ,Die Ostholsteiner’ geleistet wird.“ Noch mehr beeindruckt hätten ihn aber die Menschen, die dort in den Werkstätten arbeiteten.

Wie Brockmann-Kontrahentin Regina Poersch schrieb, wurde bei dem Gespräch der mögliche Bau des Inklusionshotels durch die gemeinnützige Einrichtung diskutiert. Wirtschaftsminister Meyer begrüßte den Vorschlag: „Es gibt ein großes Interesse an Inklusionshotels. Und das Konzept hat sich in Schleswig-Holstein wie auch in anderen Bundesländern bereits bewährt.“ Poersch hob hervor, dass mit den Ostholsteinern nicht nur die Investoren sondern auch gleich die Betreiber vor Ort wären.

Sowohl Meyer als auch Poersch sehen ein Inklusionshotel als sinnvolle Alternative zum Haus des Gastes. Denn: Das Hotel hätte einen für die Öffentlichkeit zugänglichen gastronomischen Betrieb sowie einen kleinen Wellnessbereich. Zudem sei der Bedarf für ein Hotel in Eutin unbestritten.

Wie Reinhard Sohns ausführte, sei an ein Hotel im Dreisternebereich gedacht. Auch die Eutiner SPD unterstützt den Vorschlag. Der Eutiner SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Westphal: „Wir waren und wir sind ganz klar gegen eine Luxussanierung des Hauses des Gastes für 2,8 Millionen Euro.“

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erstellt am 14.Apr.2017 | 22:54 Uhr

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