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New Generation Cup : Kampftag in der Sieverthalle

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kung-Fu-Schule Eutin gab beim Turnier um den „New Generation Cup“ auch den Jüngsten eine Chance.

„Ich habe meinen Lieblingssport gefunden, ich wollte schon immer Kickboxen“, sagt der elfjährige Simon Denz. Er wartet in der Sieverthalle beim „New Generation Cup“ für alle Kampfstile auf seinen ersten Kampf. Aber bevor es ernst wird, muss er sich entsprechend anziehen. Zu langer Sporthose und T-Shirt kommen dann noch Schuhe, Handschuhe, Knieschützer, Helm, Mund- und Tiefschutz.

Simon ist seit knapp einem halben Jahr Kampfsportler in der Eutiner Kung-Fu-Schule. Er trainiert mittwochs und freitags. Die Kinder absolvieren jeweils ein Basistraining, bei dem sie mit den Grundlagen des Sports vertraut gemacht werden. Danach folgt am Freitag das Kampftraining. „Das Kämpfen macht am meisten Spaß – und auch das Lernen“, sagt Simon. Bevor er zum Kung Fu kam, hat er Fußball und Karate ausprobiert. Ein Kung-Fu-Kämpfer muss vielseitig sein: Er muss Tritte und Schläge beherrschen, um sich zu verteidigen. Dazu kommen die „Formen“, das sind Kämpfe ohne Gegner, die einem vorgeschriebenen Ablauf folgen.

Simon trainiert auch an anderen Tagen, dann zu Hause. Er macht jeden zweiten Tag Liegestütze und hat einen Box-Sack in seinem Zimmer, an dem er Schläge und Tritte üben kann. Der junge Malenter hat ein Ziel: Er will schon bald die Prüfung zum gelben Gurt ablegen, der dem weißen Gurt folgt, den die Anfänger tragen. Simon hat schon einen ersten Schritt geschafft. Seinen weißen Gurt ziert ein gelber Streifen, das ist eine Anerkennung für den Fleiß beim Training.

Joel Erdmann ist zehn Jahre alt und ein gutes halbes Jahr dabei. Wie Simon Denz freut auch er sich auf das Training. „Es macht Spaß mit anderen zu üben und dabei auch zu spielen“, stellt Joel fest. Er hat schon seine erste Gurtprüfung geschafft und trägt den gelben Gurt. Auch er hat seine ersten sportlichen Schritte beim Fußball gemacht, sich dann aber für den Kampfsport entschieden. „Am Freitag haben wir noch doll geübt und viel gekämpft“, sagt Joel Erdmann.

Der eigentlich Kampftag geht für die beiden Jungen schnell vorbei. Beide gewinnen in ihrem Turnier den ersten Kampf, scheiden dann aber in der zweiten Runde aus. Bei ihrer Premiere brauchen beide viel Geduld, sie sind seit dem Morgen in der Halle und kommen erst am frühen Nachmittag zum Einsatz.

In der Sieverthalle herrscht den ganzen Tag lang ein reges Treiben. Auf sechs Kampfflächen treten die Sportlerinnen und Sportler in verschiedenen Klassen an, nach Alter und Ausbildungsstand geordnet. Zu Vorbereitung gehen sie in die „Warm-Up-Area“, die mit rot-weißem Trassierband gekennzeichnet ist. Am Tisch der Turnierleitung liegen zwei Mikrofone, von hier werden die Athleten aufgerufen, Kampfrichter geordert, Siegerehrungen erläutert. Mitten im Geschehen Martina Baumgardt, bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Sie hat alles im Blick – und ist am Abend ebenso geschafft wie die Kämpfer.

Die Sportler der Eutiner Kung-Fu-Schule haben am Sonnabend fleißig Medaillen gesammelt. Erste Plätze gibt es für Levius Freese und Fynn Schmäling, Simon Prüß, Bosse Hahn und Lara-Schirin Schumann belegen zweite Ränge, Eric Schönke, Andreas Kostyrew und Stefan Hinze werden Dritte. Anna-Marie Schönke erreicht in den Formen den zweiten und in der Form mit Waffen den dritten Platz.

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erstellt am 24.Feb.2014 | 11:15 Uhr

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