Kampf gegen das Jakobskreuzkraut

Gemeinsam gegen das Jakobskreuzkraut: Imker Oliver Morris (gelbe Weste), Freddy Karlhoff, Kay Gippe, Mathias Plötz und Wolf Hinrich Koch (v.li.).
Gemeinsam gegen das Jakobskreuzkraut: Imker Oliver Morris (gelbe Weste), Freddy Karlhoff, Kay Gippe, Mathias Plötz und Wolf Hinrich Koch (v.li.).

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17. Juli 2016, 13:46 Uhr

Leuchtend gelb steht es an den Hängen der Eutiner Ortsumgehung. Schön und gefährlich – so bezeichnet Imker Oliver Morris das Jakobskreuzkraut. Aus diesem Grund versuchte Morris nun, das Kreuzkraut zu bekämpfen – unterstützt von den Mitgliedern des Technischen Hilfswerks (THW) Wolf Hinrich Koch, Freddy Karlhoff, Mathias Plötz und Kay Gippe.

„Ich bin nicht gegen Naturschutz, aber an diesem Hang hat das Zeug nichts zu suchen“, stellte Morris klar. Die Samen seien Teil einer Saatmischung gewesen, die zur Befestigung an den Hängen ausgebracht worden seien. „Aber durch den Fahrtwind der Autos werden die Samen überall verstreut“, so Morris. Im vergangenen Jahr habe er über 800 Euro ausgegeben, um seinen Honig auf die giftigen Rückstände des Jakobskreuzkrautes testen zu lassen. Deshalb hat er sich den Kampf gegen die gelbe Pflanze zur Aufgabe gemacht.

Dabei weiß er, dass es beinahe aussichtslos ist. „Wir schneiden lediglich die Blüten ab, damit die Bienen dort keinen Honig sammeln und sich keine Samen verteilen können.“ Auf knapp 30 Metern sammelten die Männer bereits rund 60 Kilo Blüten. „Wir kommen kaum dagegen an und bräuchten viel mehr Helfer“, so der Imker. Immerhin hat er Unterstützung vom THW. „Ich bin Pferdebesitzer und weiß, wie gefährlich das Jakobskreuzkraut ist“, sagt Koch.

Das Schnittgut muss auf einer speziellen Kompostierungsanlage in Bad Schwartau entsorgt werden. Nur dort entsteht die notwendige Wärme, die auf einem normalen Komposthaufen fehlt.

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