zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 21:09 Uhr

„Kaltstart“ in den Eutiner Wahlkampf

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgermeisterkandidatin Poersch geht auf Werbetour

shz.de von
erstellt am 05.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Ein kurzes Klingeln, ein kurzes Warten. Die Haustür öffnet sich, Irmgard Kleemann guckt verdutzt. Eine Frau in dicker Winterjacke steht vor ihrer Tür. „Guten Tag! Mein Name ist Regina Poersch, ich bin ihre Bürgermeisterkandidatin“, stellt sich Poersch vor und überreicht eine kleine Broschüre, die das Wahlprogramm und persönliche Informationen der Neudorferin enthält. Kurzer Smalltalk, ein Lächeln auf beiden Seiten und schon verlässt Poersch wieder das Grundstück.

Wie bei Irmgard Kleemann hat Poersch gestern Vormittag an etlichen Haustüren geklingelt. Noch 55 Tage sind es bis zur Wahl des neuen Bürgermeisters in Eutin. „Jetzt heißt es für mich: raus auf die Straße“, sagt die SPD-Politikerin. Und dort ist es gestern eisig. „Das ist ja ein Kaltstart sozusagen“, scherzt Poersch, die im Rahmen ihrer Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters sogenannte Haustürgespräche initiiert hat. „Mein Ziel ist, bis zum Wahltermin am 28. Februar in allen Stadtteilen Eutins unterwegs zu sein und meine Wahlbroschüre den Wählern persönlich zu überreichen“, sagt die 46-Jährige. 10  000 Infohefte werden in den nächsten Wochen durch ihre Hände gehen. Dafür möchte sie „jede freie Minute nutzen“.

Den Auftakt machte gestern der Wahlbezirk 1. In den Straßen Dosen- und Haselredder stehen in der Mehrheit Einfamilienhäuser. Viel Fußweg also bei neun Grad minus. „Ich bin neugierig, was auf mich zukommt“, sagt die Diplom-Verwaltungswirtin und geht zur nächsten Haustür. Niemand öffnet. Auch für diesen Fall hat sie vorgesorgt. Ein kleines Faltblatt informiert, dass die Kandidatin hier gewesen ist und lädt zu einem Gespräch ein.

Denn viel Zeit zum Reden bleibt an den Haustüren meist nicht. Das sei auch bei ihrer Tour durch Eutins Straßen nicht geplant, so Peorsch. Es geht rein ums Vorstellen. Wer möchte, könne aber Termine mit ihr vereinbaren oder die zusätzlich zur Haustür-Tour geplanten Aktionen zum Gedankenaustausch nutzen.

In der Mehrheit bewegt die Menschen zurzeit die Landesgartenschau, sagt Poersch und beruft sich dabei auf die Gespräche mit Eutinern an ihren Infoständen auf dem Wochenmarkt im vergangenen Jahr. Es habe „viele konstruktive Vorschläge“ gegeben, so Poersch – von Hinweisen in Gebärdensprache bis hin zu Belangen von Hundebesitzern. Und was treibt die Eutiner gar nicht so wirklich um? „Die Verschuldung und das Thema Flüchtlinge“, sagt Poersch auf dem Weg zur nächsten Haustür.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen