Kalinka: Bauern muss schnell geholfen werden

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15. August 2018, 10:55 Uhr

Eine Hilfe so schnell wie möglich für die von Dürre betroffenen Landwirte hat der Landtagsabgeordnete Werner Kalinka (CDU) gefordert. Das Landwirtschaftsministerium in Kiel gehe davon aus, dass die Trockenheit in Schleswig-Holstein den Landwirten einen Einnahmeverlust von rund 30 Prozent bringen werde. Das seien mehr als 400 Millionen Euro. Das sei eine dramatische Größenordnung, zumal die Ernte im vergangenen Jahr auch nicht die beste gewesen sei.

Kalinka: „Viele Landwirte haben Sorgen. Ob Viehhalter, Getreidebauern oder andere Erwerbszweige: Die Hitze des Sommers hinterlässt tiefe Spuren. Schleswig-Holstein ist bundesweit mit am meisten betroffen. 30 Prozent im Durchschnitt, dies kann für den einzelnen Betrieb auch noch erheblich mehr bedeuten. Beim Sommerweizen wird mit noch größeren Verlusten gerechnet, ein Blick auf viele Maisfelder genügt, um zu erkennen, dass die Erträge erheblich geringer als erhofft sein werden. Das Futter reicht auf vielen Weiden kaum noch. Viehbauern müssen Futter kaufen. Ich kann mich kaum erinnern, je so viele Lastwagen und Hänger mit Stroh gesehen zu haben.“

Die Situation sei für betroffene Höfe und Familien sehr belastend. Wenn nötig und gewünscht, müssten Hilfen schnell erfolgen, denn finanzielle Rücklagen seien in der Regel begrenzt. Die Landwirtschaft sei vom Wetter abhängig, stehe im globalen Wettbewerb. Kalinka: „Es kann nicht um das ,Ob‘ von Hilfe gehen, sondern nur um das ,Wie‘. Und um eine schnelle Zeitschiene.“

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