Käufer gefunden für alte Schule in Süsel

Verkaufsabsicht wird nach zwei Jahren wahr / Jugendzentrum muss umziehen

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20. November 2013, 00:35 Uhr

Das Schicksal der alten Schule, die seit 1865 das Bild des Süseler Ortskernes mitprägt, ist besiegelt: In nicht öffentlicher Sitzung beschloss die Gemeindevertretung Montagabend im benachbarten Rathaus den Verkauf des Hauses an der Bäderstraße. Es ist als sogenanntes einfaches Kulturdenkmal in die Denkmalskartei eingetragen und steht auf einem 1250 Quadratmeter großen Grundstück. Die rund 600 Quadratmeter Fläche in dem Gebäude werden durch drei Mietwohnungen genutzt, außerdem ist seit Frühjahr 2011 das Jugendzentrum der Gemeinde in dem Haus untergebracht. Das Jugendzentrum soll nun möglichst schnell in die Grundschule umziehen.

Mit dem Verkaufsbeschluss, der vor zwei Wochen im Finanzausschuss vorbereitet worden war, endet eine über zwei Jahre gehende „Hängepartie“: Im November 2011 hatte eine Mehrheit der Vertretung den Verkauf des Hauses beschlossen. Das war eine Konsequenz aus der Entscheidung, eine Kinderkrippe an der Grundschule anzubauen und die alte Schule nicht mehr für kommunale Zwecke zu nutzen. Der Verkaufspreis wurde noch nicht genannt, er wird in einem kommenden Haushaltsplan stehen.

Das Gebäude hatte bis vor wenigen Jahren noch als Außenstelle der Süseler Schule gedient: Dort wurden die Erstklässler unterrichtet, weil in der Schule am Schulzentrum – da noch Grund- und Hauptschule – Platzmangel herrschte. Mittlerweile gibt es in der Süseler Schule nur noch die Klassenstufen eins bis vier, und freie Räume, die als Jugendzentrum genutzt werden sollen. Möglichst viele Kinder und Jugendeinrichtungen unter dem Dach der Schule, dieses Ziel hatten CDU und Freie Wähler in den vergangenen Jahren stringent verfolgt, wobei sie auch einen Bruch mit der Kirchengemeinde in Kauf nahmen. Die SPD hatte hingegen erfolglos bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren eine Lösung in Zusammenarbeit mit der Kirche angestrebt.

Für die Kinderkrippe fällte die Gemeindevertretung am Montagabend auch einen Beschluss: Sie hob einen Sperrvermerk auf. Damit stehen 3900 Euro für eine Gestaltung des Außenbereichs der Krippe zur Verfügung.

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