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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 18:02 Uhr

Kärrnerarbeit und Live-Rollenspiele

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Igek: In der dritten Arbeitsgruppe ging es um Malente als Lebensort / Teilnehmer legten sechs Leitthemen fest

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 11:52 Uhr

Es war Kärrnerarbeit: Knapp 20 Teilnehmer mühten sich am Donnerstagabend, bei der dritten Arbeitsgruppe unter dem Stichwort „Lebensort“, Leitthemen für das Zukunftsprojekt „Malente 2030“ zu finden. Warum es sich lohnt, sich bei der Umsetzung des Integrierten Gemeindeentwicklungskonzepts (Igek) diesen Mühen zu unterziehen, machte Annett Klöfkorn-Papke zum Abschluss der Veranstaltung beim CJD Malente deutlich. Die Leiterin des Malenter Awo-Kinderhauses hatte gemeinsam mit Bürgermeisterin Tanja Rönck, der Projektkoordinatorin der Gemeinde, Birgit Boller, und Tobias Voigt vom Beratungsunternehmen EBP Deutschland die Moderation des Abends übernommen.

„Wir brauchen das Igek, um später für Projekte Gelder zu bekommen und nicht in zwei Jahren zu hören: ,Darüber haben wir nie gesprochen‘“, erklärte Annett Klöfkorn-Papke, vor den Teilnehmern, darunter etwa Vertreter der Kirche und der Awo, aber auch Privatleute. Was im Igek nicht berücksichtigt sei, habe auch keine Chance auf Fördermittel, bestätigte Birgit Boller. Die Arbeitsgemeinschaft einigte sich auf sechs Leitthemen: Generationenstadt/Wohninitiative, Bildungslandschaft, Aktive Kultur, Malente macht mobil, Klimagerechtes Malente und Miteinander.

Zugleich machten sich die Teilnehmer Gedanken, wer für die Umsetzung von Ideen angesprochen werden könnte. Dabei fiel wie bei den vorangegangenen Arbeitsgruppen zu den Themen „Wirtschaftsstandort“ und „Erholungsort“ auf, dass ausgerechnet diejenigen, die es jeweils besonders betrifft, nicht dabei waren. So hätten sich Vertreter der Wirtschaft ebenso rar gemacht wie bespielsweise Hoteliers. Dieses Mal wurden Vertreter der Schulen vermisst. Sie sollen nun ebenso ins Boot geholt werden wie die Sportschulen, Vereine, Kindergärten, Dorfvorsteher, Polizei, Kirche oder die 5-Seen-Fahrt. Auch ein Jugendbarcamp soll wiederholt sowie Vermieter und Makler an einen Tisch geholt werden.

Neben der konzeptionellen Vorarbeit hat der Zukunftsprozess Malente 2030 aber auch schon erste konkrete Ergebnisse gebracht, wie der Leiter der CJD-Produktionsschule Ostholstein-Plön, Lutz Mathesdorf, deutlich machte. Er wolle mit der Produktionsschule und dem Bildungszentrum dabei helfen, Live-Rollenspiele in Malente zu etablieren. Das CJD könne dabei etwa Ausrüstungsgegenstände oder „Ritterzelte“ stellen. Er selbst sei seit 15 Jahren vom „Live Action Role Playing“ (Larp) begeistert. „Das ist so wie ,Herr der Ringe‘ in real gespielt“, erläuterte Mathesdorf. Ein solches Spiel dauere nicht nur ein paar Stunden, sondern bis zu einer Woche. Ohne das im Zuge des Zukunftsprojekts 2030 veranstalteten Jugendbarcamps im vergangenen September wäre ihm gar nicht bewusst geworden, dass Jugendliche den Wunsch nach Live-Rollenspielen hätten, sagte Mathesdorf.

Greta Boller (19) gehört zu einer Gruppe von fünf Jugendlichen, die mit einer Ausnahme aus Malente stammen und Larps im Rahmen des Malenter Ferienpasses anbieten wollen. Danach soll es Workshops geben, bei denen Kinder und Jugendliche Charaktere erstellten, Kleidung nähten und Waffen und Ausrüstung bauten, erklärte Greta Boller. Dabei leiste das CJD Unterstützung.

Im Mai soll die Arbeitsgruppe erneut tagen. Dann sollen konkrete Projekte besprochen werden, kündigte Bürgermeisterin Rönck an. Im Sommer werde es dann eine Klausurtagung mit der Politik geben.

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