Förderprogramm für kommunalen Straßenbau : K 59 in Lensahn wird ertüchtigt

Das Land fördert den Ausbau der Ortsdurchfahrt mit über 530 000 Euro. Der gepflasterte Abschnitt der Kreisstraße wird einer Asphaltdecke weichen.

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09. März 2011, 10:54 Uhr

Lensahn | Im Zuge des Förderprogramms für den kommunalen Straßenbau unterstützt das Verkehrsministerium den Ausbau der Kreisstraße 59 innerhalb von Lensahn mit 534 000 Euro. Eine entsprechende Zusage für den rund 780 Meter langen Abschnitt der Lübecker Straße hat der Kreis Ostholstein gestern bekommen.

Verkehrs-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang begründete die 75-prozentige Förderung mit der nachhaltigen Optimierung der Verkehrsverhältnisse in Lensahn. "Als ausgewiesene Umleitungsstrecke für die weitgehend parallel laufende Autobahn A 1 hat die Kreisstraße 59 eine zusätzliche Verkehrsbedeutung. Durch die Erneuerung wird auch die aus der heutigen Kleinpflasterstrecke resultierende Lärmbelastung gemindert", sagte die Staatssekretärin. Gemäß einer Verkehrserhebung im Jahr 2009 betrage die tägliche Verkehrsmenge zwischen 4 400 und 5 700 Fahrzeuge.

Ausgebaut werden zwei Abschnitte. Einer beginnt an der Kreuzung Mühlenberg / Sandkuhle und endet an der bereits verkehrsgerecht umgebauten Kreuzung mit der Eutiner Straße. Das Bauende des daran anschließenden Nordabschnittes liegt südlich des Kreisverkehrsplatzes Sundstraße / Kirchenkoppel.

Der im Südabschnitt vorhandene Fahrbahnaufbau mit einer Kleinpflasterdecke und einer ungenügenden Frostschutzschicht entspreche nicht den Anforderungen für den vorhandenen Schwerverkehr. In diesem Abschnitt sei daher ein Vollausbau (Asphaltbauweise) mit einer Oberbau-Dicke von 60 Zentimetern vorgesehen.

Der Fahrbahnaufbau im Nordabschnitt genüge ebenfalls nicht den Anforderungen. Auf den ersten rund 150 Metern werde nach dem Ausbau des Kleinpflasters auf dem verbleibenden Oberbau die neue bituminöse Fahrbahnbefestigung erstellt. Im weiteren Verlauf bis zum Kreisverkehrsplatz betrage die Dicke der Asphaltbefestigung teilweise lediglich neun Zentimeter. Dort seien zur notwendigen Fahrbahnverstärkung eine 14,5 Zentimeter dicke Asphalttragschicht und eine anschließende 3,5 Zentimeter dicke neue Asphaltdeckschicht vorgesehen.

Im Südabschnitt blieben der ostseitige Rad- und Gehweg nahezu unverändert, der westseitige Gehweg werde in vorhandener Ausführung der neuen Fahrbahn angepasst. Im Nordabschnitt werde der Radweg im Hochbordbereich auf 2,75 Meter verbreitert und gegenüberliegend ein 2,3 Meter breiter kieswassergebundener Seitenstreifen angelegt.

Als Gesamtkosten werden 783 000 Euro kalkuliert, für den Kreis bleiben knapp 250 000 Euro an Kosten. Der Baubeginn soll, wie Kreisbaudirektor Bernd Straßburger dem OHA sagte, nach erfolgter Ausschreibung Ende April erfolgen.

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