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Junge Union: Es graut uns vor Herrn Klinke am Rednerpult

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Im Gegensatz zum SPD-Nachwuchs sieht die Junge Union (JU) Ostholstein in einer Live-Übertragung von Kreistagssitzungen per Internet (Livestream) keine geeignete Methode, um der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. „Vielmehr setzt die CDU stärker auf einen Dialog mit den
örtlichen Schulen und Jugendinstitutionen, um zu erörtern, wie die kommunalpolitische Arbeit aus Sicht von jungen Menschen attraktiver und anschaulicher gestaltet werden könnte“, sagt der CDU-Kreistagsabgeordnete und JU-Kreisvorsitzende Carl-Alexander Struck.

Ein Kritikpunkt: „Bei Übertragungen der Kreistagssitzungen würde einzig und allein das Rednerpult zu sehen sein. Die Erfahrung zeigt, nicht zu jedem Tagesordnungspunkt ist eine Aussprache am Rednerpult notwendig. Daher würden zahlreiche sowie wichtige Themen schlicht bei einer Übertragung verpuffen, da minutenlang im Livestream nichts zu sehen wäre.“

Der JU graue es schon davor, bei einem Livestream immer „Herrn Klinke für die SPD“ sehen zu müssen. JU-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schmidt: „In der Vergangenheit gab es schon Situationen, wo Herr Klinke ans Rednerpult trat und wenige Minuten später Schulklassen den Zuschauerraum verließen.“

Wer keine Zeit habe, Ausschusssitzungen zu besuchen, werde sie auch nicht haben, um Kreistagssitzungen im Livestream zu verfolgen, sagt Struck weiter. Ein Modell „Jugend im Kreistag“ nach dem Vorbild von „Jugend im Landtag“ wäre ein nachhaltigeres Medium, mit dem Politikverdrossenheit junger Menschen bekämpft werden könne.

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