Jungbullen auf Tour

Neugierig schaute ein junges Rind durchs Fenster ins Wohnzimmer, während sein Kompagnon die Bahnstrecke blockierte.
Neugierig schaute ein junges Rind durchs Fenster ins Wohnzimmer, während sein Kompagnon die Bahnstrecke blockierte.

Drei Stunden dauerte der tierische Einfang-Einsatz der Polizei und des Besitzers der beiden rotbunten Rinder.

shz.de von
24. April 2018, 16:00 Uhr

Zwei Jungbullen auf Entdeckungstour überraschten gestern Vormittag ab kurz nach 9 Uhr die Haus- und Gartenbesitzer im Eutiner Wohngebiet am Hochkamp und der Blauen Lehmkuhle. Die Tiere waren erst gestern von der Herde getrennt und auf eine Koppel nahe dem Festplatz am Schützenweg gebracht worden – doch offensichtlich gefiel es ihnen da nicht.

Durch Herunterdrücken des Stacheldrahtzaunes, so vermutet die Polizei, gelang ihnen die Flucht von der Wiese in Richtung Festplatz und Wohngebiete. Bei ihrem „Ausflug“ soll es nicht nur zu solch witzigen Schnappschüssen wie beim Blick ins Wohnzimmer (siehe Bild) gekommen sein. Straßen und die Bahnstrecke Malente-Eutin wurden kurzzeitig gesperrt, während die Jungbullen zurück in Richtung Koppel getrieben wurden. Mindestens ein Gartenzaun wurde dabei beschädigt. Mehreren Versuchen der Beamten, die Tiere wieder sicher auf ihre Koppel zu bringen, zum Trotz gelang den Rindern immer wieder die Flucht. Ein Tier überwand im Schützenweg anschließend einen Zaun und gelangte so auf die dortigen Bahngleise, wo es jedoch von den Beamten weiter in Richtung Deefstieg und weiter in die Straße Eichblatt getrieben wurde.

Auch zusammen mit dem zwischenzeitlich eingetroffenen Halter der beiden Rinder gelang es nicht, das Tier einzufangen. Nach drei Stunden mit insgesamt drei Streifenwagenbesatzungen der Bundes- sowie Landespolizei gelang es, die Rinder über die Kerntangente zurück zur Koppel zu treiben. Der Halter, so teilte die Polizei mit, erhöhe den Zaun nun umgehend so, dass ein Ausbrechen nicht mehr möglich sei.

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