Jung-Landwirt bei Bettina Hagedorn

Wollen im Gespräch bleiben: Landwirt Erik von der Decken und Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn.
Wollen im Gespräch bleiben: Landwirt Erik von der Decken und Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn.

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13. Januar 2015, 19:16 Uhr

Es soll nicht das letzte Treffen gewesen sein: Im Anschluss an ein zweistündiges Treffen in Berlin verabredeten Jung-Landwirt Erik von der Decken aus Benz und die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn eine Fortsetzung ihres Gedankenaustausches. Das Gespräch habe sich um Themen wie den Erhalt ländlicher Strukturen, regionale Verbandsarbeit, aber auch den Alltag in Berlin sowie den Mindestlohn und seine Auswirkungen auf die Saisonarbeit beim Direktvermarkten in Obst- und Gemüsehöfen gedreht, erklärte die aus Kasseedorf stammende Abgeordnete, die als stellvertretende kommunalpolitische Sprecherin ihrer Fraktion auch für den ländlichen Raum zuständig ist.

„Ein Kernthema war der neu eingeführte, flächendeckende Mindestlohn, der die Landwirtschaft vor große Herausforderungen stellt“, betätigte von der Decken. Bettina Hagedorn habe großes Interesse an den Belangen der Landwirtschaft gezeigt. Die Landwirtschaft zähle mit über 1250 Betrieben zu den größten Arbeitgebern Ostholsteins, etwa zwei Drittel der Fläche im ländlich geprägten Ostholstein würden landwirtschaftlich genutzt, erläuterte Hagedorn. Politische Entscheidungen wie die Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung, die geplante 380 kV-Trasse, der Ausbau erneuerbarer Energien und entsprechende konkurrierende Flächenansprüche gäben Politik und Landwirtschaft viel gemeinsamen Gesprächsstoff.

Von der Decken war im Rahmen eines Weiterbildungsangebots der „Andreas-Hermes-Akademie“ aus Malente nach Berlin gereist. Das Bildungswerk der Deutschen Landwirtschaft will unter dem Motto „Starke Persönlichkeiten in komplexen Agrarwelten“ junge Menschen für ein ehrenamtliches Engagement in der Interessenvertretung stärken. Hierzu durchlaufen aktuell 24 Teilnehmer bundesweit, davon vier aus Schleswig-Holstein – ein zweimonatiges Programm. Ein zentraler Punkt ist der Austausch über die aktuelle Situation im
Agrarsektor mit dem jeweiligen Wahlkreisabgeordneten, weitere Bildungsreisen führen nach Brüssel, Rom und Istanbul.

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