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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 05:44 Uhr

Julian Brauer ist der Mann des Tages

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fußballer von Eutin 08 gewinnen das Ostholsteinderby der Schleswig-Holstein-Liga vor 620 Zuschauern gegen Oldenburg 3:0(1:0)

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2016 | 18:43 Uhr

Die Emotionen kochten auf dem Platz schon früh hoch. Spätestens nach dem Zweikampf von Sebastian Witt gegen den Rico Bork war klar, dass sich Eutin 08 und der Oldenburger SV im Ostholsteinderby der Schleswig-Holstein-Liga nichts schenken. „Für mich hat Witt gegen Bork zweimal nachgeschlagen, das war eine klare rote Karte, mit zehn Mann hätten uns die nicht geschlagen“, meinte OSV-Trainer Andreas Brunner nach dem Abpfiff. Witt soll Bork auf den Rücken gestiegen sein. Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner sah das anders: „In der ersten Viertelstunde haben wir ein bisschen gewackelt, aber das hat sich gelegt und wir haben das Spiel klar beherrscht und auch verdient gewonnen.“

Die Oldenburger überraschten vor 620 Zuschauern, darunter Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz und Bürgervorsteher Dieter Holst sowie die Bürgermeisterkandidaten Regina Poersch und Carsten Behnck, mit ihrem Mut zur Offensive. Dennis Kowski schoss aus zwölf Metern flach aufs rechte Eck, der Eutiner Torwart Fabian Oeser hielt den Ball fest (3.). Auch bei einem Oldenburger Kopfball, den Philip Nielsen noch in Richtung eigenes Tor verlängerte, war Oeser auf dem Posten (7.). Als eine Minute später der Eutiner Kapitän gegen Kowski hart einstieg und Schiedsrichter Patrick Petersen-Lund es bei einer Ermahnung beließ, statt Gelb zu zeigen, wurde die Partie ruppig. Beide Teams spielten mit Haken und Ösen, es gab Wortgefechte und Nickligkeiten.

Eutin 08 belohnte sich in der 21. Minute für einen schönen Spielzug mit dem 1:0, Danny Cornelius setzte Christian Rave ein, der den Ball im Fallen nach rechts weiterspielte, wo Julian Brauer eine Unsicherheit in der Oldenburger Abwehr und bei Torwart Alexander Ciesler ausnutzte, der sich von der Torlinie locken ließ und gegen Brauers Direktabnahme keine Abwehrmöglichkeit hatte (21.).

Das Spiel wurde nickliger, nach einem Foul, bei dem er ztu Fall gekommen war, wurde Lion Glosch angeschossen. Jetzt kam Hektik auf, die Spieler konnten sich nur schwer beruhigen. Der Unparteiische zeigte dem Oldenburger Kapitän die gelbe Karte (27.). Die Eutiner verstärkten den Druck, nach Kevin Wölks Vorlage packte OSV-Torwart Ciesler schnell und sicher zu, ehe Florian Stahl zum Zuge kam, der am langen Pfosten auf seine Kopfballchance lauerte (35.). Der aufgerückte Yannik Marschner köpfte nach einem Wölk-Eckball den Ball aus fünf Metern an die Latte (39.), Sebastian Witt schoss aus 16 Metern volley knapp am linken Pfosten vorbei (44.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit klatschte Ciesler einen Freistoß von Kevin Wölk nach vorne ab, seine Abwehr bereinigte die Situation. „Wir hätten ein zweites Tor nachlegen müssen, damit wir zur Halbzeit Ruhe haben“, meinte Mecki Brunner.

Nach der Pause stoppte Marschner den Oldenburger Rico Bork im letzten Moment (47.), ehe sich die Partie immer stärker auf das Oldenburger Tor entwickelte. Christian Rave fand bei einem 16-Meter-Schuss in Alexander Ciesler seinen Meister, der den Ball festhielt (48.). Mit der Einwechslung von Kevin Hübner für Sebastian Witt (56.) wurde das Spiel der Gastgeber weiter nach vorne verlagert. Julian Brauer verfehlte das Tor (60.), ein spekatkulärer Kopfball von Christian Rave rauschte am rechten Pfosten vorbei (66.), ehe ausgerechnet Philip Nielsen nach einer Cornelius-Ecke das 2:0 köpfte (68.). „Es ist schon das dritte oder vierte Mal, dass ich gegen die Kumpels spiele – allmählich haben wir uns schon daran gewöhnt“, sagte Nielsen, der sich über seinen Treffer riesig freute.

Mann des Tages war aber Julian Brauer, der in der 86. Minute nach genauem Zuspiel des eingewechselten Tim Brunner zum 3:0-Endstand traf. „Die beiden Tore hat er sich verdient“, sagte Florian Stahl ohne Neid. Brauer hatte sich in der Saison in die Mannschaft hineingekämpft. Das Pokalspiel gegen Oldenburg sei das Spiel gewesen, das für ihn persönlich die Wende gebracht habe, meinte Brauer. „Wenn die Mannschaft gut spielt, spielt der einzelne auch gut“, sagte der Doppeltorschütze nach dem Schlusspfiff bescheiden.

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