Jugendbeteiligung überraschend abgelehnt

shz.de von
07. Oktober 2015, 14:18 Uhr

Die Stadtvertreter scheinen sich uneins darüber, ob sie die Kinder- und Jugendlichen nun für Kommunalpolitik interessieren und daran stärker beteiligen wollen oder sich doch nur auf die gesetzlich vorgeschriebene Einbeziehung bei Projekten, bei denen diese Zielgruppe direkt betroffen ist, ausruhen. Während sich die Stadtvertretung nach den positiven Erfahrungen aus dem Projekt mit Voß-Schülern für eine Jugendbeteiligung und die Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes (Antrag Malte Kuhr, CDU) ausgesprochen hatte, stimmte der Schulausschuss mehrheitlich dagegen. Kuhr wollte eine Expertengruppe aus Schülern, Politikern und Lehrern ein Konzept zur Beteiligung erarbeiten lassen.

Christiane Balzer (Grüne) forderte: „Wir müssen uns breiter aufstellen. Wo bleiben die anderen Schulen? Da müssen wir genauso engagierte Menschen finden wie an der Voß-Schule, die ein solches Projekt vorantreiben.“ Andere Stimmen fragten, ob das Interesse wirklich groß sei oder die Jugendlichen nicht doch lieber projektbezogen gefragt werden sollten (SPD, FDP). Das allerdings wäre nichts Neues.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen