Malente : Jugendarbeit soll sich besser vernetzen

Die Jugendarbeit soll künftig stärker in der Schule an den Auewiesen konzentriert werden.
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Die Jugendarbeit soll künftig stärker in der Schule an den Auewiesen konzentriert werden.

Der Malenter Sozialausschuss hat einstimmig neues Konzept gebilligt. Trotz Einsparungen soll es keine Abstriche an der Qualität geben.

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22. Juli 2014, 11:00 Uhr

Malente ordnet seine Jugendarbeit neu. Der Sozialausschuss billigte am Donnerstagabend einstimmig ein Konzept, das Kinderschutzbund Ostholstein, Kinderschutzbund Malente, Schulsozialarbeiter Stefan Gräwe, Julia Hinrichs als Mitarbeiterin des Jugendkulturzentrums und Sozialamtsleiterin Anne-Kathrin Hoffmann entwickelt haben. Da Gräwe seine Arbeit mit dem Ende des Schuljahrs aufgegeben hat, will Koch die
Stelle des Schulsozialarbeiters nach Möglichkeit rechtzeitig zum Schuljahresbeginn wieder besetzt sehen.

„Es ging nicht darum, Geld zu sparen, sondern wir wollen schauen, ob wir organisatorisch und inhaltlich gut aufgestellt sind“, erläuterte Bürgermeister Michael Koch die Arbeiten an dem Konzept, die im Februar aufgenommen wurden. Dabei ist den Beteiligten offenbar die Quadratur des Kreises gelungen, wie der von Matthias Thoms, Fachbereichsleiter beim Kinderschutzbund Ostholstein, vorgestellten Konzeption zu entnehmen ist.

Denn während die Gemeinde bislang jährlich rund 243 000 Euro für Jugendpflege, Schulsozialarbeit und die Offene Ganztagsschule ausgab, sollen es künftig nur noch 181 000 Euro sein, ohne dass dies zu Lasten der Schüler gehen solle, wie Thoms betonte. Dies soll vor allem erreicht werden, indem Doppelstrukturen abgebaut werden und die einzelnen Bereiche enger miteinander verzahnt werden. So habe es bislang beispielsweise in der Offenen Ganztagsschule und im Jukuz ähnliche Angebote für die Jugendlichen gegeben.

Bei der erheblichen finanziellen Einsparung ist allerdings zu berücksichtigen, dass im Jugendkulturzentrum (Jukuz) in den vergangenen Monaten nominell zwei Mitarbeiter vorhanden waren, von denen einer aus Krankheitsgründen dauerhaft ausfiel. Da künftig auch auf dem Papier nur eine Stelle im Jukuz vorgesehen ist, wird hier ein komplettes Gehalt eingespart, ohne dass sich dieses faktisch bemerkbar macht.

Künftig sind für Schulsozialarbeit wie bisher 39 Wochenstunden vorgesehen, für die Jugendpflege 37,5 Wochenstunden (bislang auf dem Papier 69 Wochenstunden) und für die Offene Ganztagsschule (OGS) 86 Stunden (bisher 76,5 Stunden). Die Schwerpunktverlagerung zur OGS hat auch finanzielle Hintergründe, erklärte Thoms: „Für jeden Ganztagsschüler gibt es eine Förderung aus Kiel. Warum sollte sich die Gemeinde das entgehen lassen.“

Zu spät eingebunden fühlte sich allerdings die amtierende Schulleiterin der Gemeinschaftsschule an den Auewiesen, Astrid Fock. „Das geht uns als Schule zu schnell.“ Sie forderte eine Überarbeitung des Konzepts, da die Schule ein paar Punkte skeptisch sehe. Das lehnte Koch allerdings ab, auch da die Stelle des Schulsozialarbeiters schnell neu besetzt werden müsse. „Wir haben jetzt einen Weg.“ Thoms stellte klar, dass auch nachgesteuert werden könne, falls sich Handlungsbedarf zeige.

Im Konzept ist auch von einer engsten Vernetzung von Schule, OGS, Schulsozialarbeit und Jugendpflege die Rede. Diese solle nicht nur inhaltlich und personell erfolgen, sondern auch in räumlicher Form.

Dafür biete sich die Schule an den Auewiesen an. Ob damit eine von Koch bereits vor einiger Zeit ins Spiel gebrachte Eingliederung des Jukuz in die Schule an den Auewiesen verbunden sein soll, wurde nicht diskutiert.

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