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Plön : Jugendamt des Kreises will sein Image aufpolieren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Kreis Plön arbeitet am Image seines Jugendamtes.

von
erstellt am 14.Okt.2015 | 15:16 Uhr

Der Kreis Plön arbeitet am Image seines Jugendamtes. Damit will Landrätin Stephanie Ladwig Eindrücken entgegen treten, dass Jugendämter in Fällen möglicher Kindeswohlgefährdung entweder zu spät und zum Teil sogar gar nicht tätig würden. „Dabei wird auf den ersten Blick manchmal auch der Eindruck erweckt, das Jugendamt sei schlicht die Institution, die den Eltern ihre Kinder wegnimmt“, sagte die Landrätin.

Die Aufgaben eines Jugendamtes seien jedoch sehr vielfältig. „Einige Tätigkeiten stehen dabei weniger im Blickpunkt der Öffentlichkeit, obwohl auch hier die Jugendhilfe als wirklicher Dienstleister für Menschen in unserem Kreis spürbar in Erscheinung tritt“, so Ladwig. Das Amt für Jugend und Sport des Kreises Plön beteiligt sich in den kommenden Wochen an einer bundesweiten Aktion rund um die Aufgabenbereiche eines Jugendamtes.

„Wir begleiten Familien mit ihren Kindern von der Geburt bis in das junge Erwachsenalter – und dies in ganz unterschiedlicher Form und Intensität“, erläutert Anselm Brößkamp, Leiter des Amtes für Jugend und Sport des Kreises Plön. Vor Journalisten wies er auf die verantwortungsvolle Aufgabe eines Vormundes vor dem Hintergrund der immer stärker werdenden Vertretung und Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen hin. Das Jugendamt des Kreises Plön betreue derzeit 25 jugendliche Flüchtlinge.

Asmet Kassim Ismail berichtete von seiner Flucht aus Syrien nach Deutschland in den Kreis Plön vor einem Jahr und von seinen Erfahrungen mit dem Jugendamt: „Mein Vormund ist ein wichtiger Ansprechpartner für mich. Er steht mir immer mit Rat und Tat zur Seite und gibt mir viele Tipps.“

Das Amtsgericht hatte seine Vormundschaft auf das Jugendamt des Kreises Plön übertragen, weil die Eltern aus dem Ausland heraus die elterliche Sorge nicht ausüben können. Aufgabe der Vormundschaft ist, das persönliche Wohl des Kindes zu fördern. Hierbei fungiert der zuständige Vormund weisungsunabhängig und vertritt in vertrauensvoller Zusammenarbeit die Interessen seines Mündels. Es werden auch Entscheidungen in Bezug auf die Unterbringung, der Schulwahl, gesundheitlicher Belange und des Asylverfahrens getroffen.


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