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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 16:59 Uhr

Jürgen Kehr neuer Schützenkönig

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Eutiner Malermeister errang den Sieg mit dem 49. Schuss des Abends / Wolfgang Nittritz folgt Kehr als Spaßkönig

Die Eutiner Schützengilde von 1668 hat einen neuen König: Beim traditionellen Königsschießen auf den „Großen Vogel“ war es Montagabend Jürgen Kehr, der am Ende triumphierend die Arme hochriss. Nachdem Mitkonkurrent Jörn Petersen um 20 Uhr das Schießen eröffnet hatte, machte der Eutiner Malermeister um 21.20 Uhr mit dem 49. Schuss des Abends dem großen Vogel endgültig den Garaus. Mit seinem gezielten Treffer brachte Kehr dessen letzte Rumpfteile zu Fall. Jürgen Kehrs Ladeschütze Dieter Schönke beglückwünschte als Erster den neuen König, der den Nökernamen (Beinamen) „Jürgen der Vergnügliche“ erhielt. Neben Kehr und Petersen hatten sich Norbert Riege, Bernd Ditscher und Uwe Paap dem Wettkampf gestellt.

Der 56-Jährige Kehr, der nun als „Große Majestät“ die Gilde ins 350. Jahr ihres Bestehens hineinregieren wird, konnte sein Glück kaum fassen. In den beiden vergangenen Jahren hatte er sich auf dem Vogelberg bereits vergeblich um die höchste Würde der Eutiner Schützengilde bemüht. „Ich bin so ergriffen. Dass ich das noch einmal schaffe“, jubelte Jürgen Kehr mit feuchten Augen und nahm die zahllosen Glückwünsche entgegen, unter anderem von Bürgervorsteher Dieter Holst. Und auch Kehrs Ehefrau Stefanie zeigte sich überglücklich. Bis wenige Tage vor dem Schießen habe sie noch gar nicht gewusst, dass sich ihr Mann nach den beiden erfolglosen Versuchen erneut um die Königswürden bemühen würde, berichtete sie dem OHA. „Deshalb ist es toll, dass es nun beim dritten Mal geklappt hat“, strahlten Stefanie Kehr und Tochter Theresa vor der feierlichen Königsproklamation. Die bisherige Große Majestät Jens Kruse freute sich ebenfalls sichtlich über seinen Nachfolger. „Ich bin mehr als begeistert, denn Jürgen Kehr ist ein persönlicher Freund von mir. Es hätte nicht besser enden können“, so Kruse.

Kehr, der seit elf Jahren der Gilde angehört, hatte noch im vergangenen Jahr das „kleine Vogelschießen“ um den „Spaßkönig“ per Losentscheid für sich entschieden. Sein Nachfolger wurde Wolfgang Nittritz. Nittritz war um 18.37 Uhr mit dem 47. Schuss erfolgreich und gab einer siebenköpfigen Konkurrenz das Nachsehen.

Höhepunkt des Abends war dann die feierliche Königsproklamation von Jürgen Kehr und Wolfgang Nittritz durch den Wortführenden Vorsteher André Meyer und seinen Mitvorsteher Heiko Godow. Mit dem von Fackelträgern der Feuerwehr begleiteten Einzug in das Schützenhaus wurde das diesjährige Bürgervogelschießen beendet.

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