Jubiläum in Neustadt

Feierten das Jubiläum des Trainingszentrums: (v. li.) Mirko Spieckermann, Bürgermeister der Stadt Neustadt, Eckardt Menzel, Kommandeur Einsatzausbildungszentrum Schadenabwehr, Dirk Bause, Leiter des TZMS und Dirk Schwardmann, Vizepräsident der GDWS.
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Feierten das Jubiläum des Trainingszentrums: (v. li.) Mirko Spieckermann, Bürgermeister der Stadt Neustadt, Eckardt Menzel, Kommandeur Einsatzausbildungszentrum Schadenabwehr, Dirk Bause, Leiter des TZMS und Dirk Schwardmann, Vizepräsident der GDWS.

50 Jahre Trainingszentrum Maritime Schiffssicherheit / Bekämpfung von Bränden und anderen Seenotfällen im Fokus

shz.de von
22. November 2018, 15:59 Uhr

Ob Lagetraining mit Helikopter und Schiff, Feuerwehrtraining oder das Löschen eines brennenden Ölfasses, im Trainingszentrum Maritime Schiffssicherheit wird alles trainiert, was auf See passieren kann. Seit einem halben Jahrhundert wird im Trainingszentrum in Neustadt das Schiffsführungspersonal der deutschen Handelsflotte auf Gefahren und Notfälle auf See vorbereitet. Seit 50 Jahren steht im Vordergrund der Trainingseinheiten insbesondere die Eigensicherung bei der Bekämpfung von Schiffsbränden und anderen Seenotfällen. Gestern wurde das Jubiläum in Neustadt gefeiert.

Dirk Schwardmann, Vizepräsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Die Beschäftigten des Trainingszentrums leisten eine großartige und wichtige Arbeit. Sie bereiten das Schiffsführungspersonal bestmöglich auf mögliche Gefahren an Bord vor. Dazu zählt der richtige Umgang mit Gefahrstoffen genauso wie die Selbsthilfe bei Unfällen.“ Dabei habe sich die Zusammenarbeit mit der Deutschen Marine, der Bundespolizei und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger überaus bewährt.

Unterstützt wird das Trainingszentrum von externen Trainern für Schiffsbrandbekämpfung, von der Schleswig-Holsteinischen Seemannschule oder vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Grundlage für die Zertifikate der Aus- und Fortbildungstrainings sind die Richtlinien der International Maritime Organization.

Dirk Bause, Leiter des Trainingszentrums: „In unseren Trainings geht es um die ganz praktische Arbeit, damit wir in Gefahrsituationen auf See optimal vorbereitet sind – auch im Hinblick auf die multikulturellen Besatzungen der Schiffe. Weil wir Sicherheit ganz groß schreiben, gehen wir bei den Inhalten und Übungsszenarien, insbesondere bei der Schiffsbrandbekämpfung, über das international geforderte Maß hinaus.“

Standen zu Beginn des Trainingszentrums noch Lehrgänge für die Notstandsausbildung der Schiffsoffiziere im Vordergrund und Vorbereitungstrainings für die Deutsche Marine, erweiterten sich die Aufgaben im Laufe der Jahre. Angeboten werden Trainings für eine Notfallvorsorge in deutschen Seegebieten und auf Schiffen unter deutscher Flagge sowie für die Besatzungsmitglieder der bundeseigenen Mehrzweckschiffe mit dem Ziel, die maritime Sicherheit in der Deutschen Bucht zu gewährleisten. Angeboten werden darüber hinaus Lehrgänge außerhalb des Seebereichs, wie Schiffssicherungstrainings für Binnenschiffer-Azubis.

Mit der Gründung des Havariekommandos 2002 werden in Neustadt auch Feuerwehrleute auf die Einsätze bei Schiffsbränden geschult und Forschungsteams des Alfred-Wegener-Instituts. Auch auf die Marine bezogene Ausbildungsinhalte werden weiterhin vermittelt. 2005 wurde das Trainingszentrum an das Aus- und Fortbildungszentrum der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) angeschlossen. Es trägt seit 2017 den Namen Trainingszentrum für Maritime Schiffssicherheit der WSV.

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