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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 23:46 Uhr

Eutin : Jubiläum für die „Schlauen Füchse“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Walderlebnistag verlegte das Klassenzimmer zum zehnten Mal auch in den Dodauer Forst.1000 Viertklässler waren an sechs Orten dabei.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2014 | 13:24 Uhr

Die Grundschüler aus der Klasse 4c der Gustav-Peters-Schule in Eutin staunen nicht schlecht, als sie an Station 1 des Parcours durch den Dodauer Forst mit einem lauten Röhren empfangen werden. Die für den Bereich Jagdhorn Verantwortlichen Manfred Benz und Hans-Jürgen Napalowski geben auf ihrem Instrument schon mal einige Verständigungssignale zum Besten und erklären sie anschließend. Für die Kinder ist dies nur einer von insgesamt 15 Haltepunkten auf ihrem Weg quer durch das Waldgebiet nahe Eutin. Beim zehnten Walderlebnistag von der Kreisjägerschaft und dem Landesforst stehen dabei auf jeder Station andere Themen im Mittelpunkt, von der Imkerei über die Landwirtschaft bis hin zu Fledermäusen und Seeadlern. In Dodau sind insgesamt 152 Viertklässler aus sechs Eutiner Klassen dabei.

„Mir hat das Tannenzapfenwerfen am Besten gefallen, wir haben insgesamt zwölf Mal getroffen“, berichtet etwa Leonie aus der 4c der Gustav-Peters-Schule von den sportlichen Erfolgen des Tages. Ihr Klassenkamerad Ismael hatte bislang andere Favoriten: „Ich fand den Stand mit dem Raubwild toll.“ Aber auch die Männer mit dem Jagdhorn seien witzig gewesen. Leichte Probleme gibt es nur, als eben diese Männer den Schülern die Frage stellen, welches jagdbare Wild sie denn kennten. Antworten: Wildschweine, Füchse, Seeadler oder auch Bussard. Hier muss Jagdhornbläser Manfred Benz dann doch kurz ermahnen, die Gruppe hätte am Seeadler-Stand besser aufpassen müssen: „Die haben doch bestimmt erzählt, dass der unter Schutz steht.“

Insgesamt, sagt Manfred Benz später, hätten die meisten Kinder aber schon ein enormes Vorwissen mitgebracht. Ein Eindruck, den auch Werner Sach teilt. Der ehemalige Eutiner Tierarzt rief den Walderlebnistag im Jahr 2005 ins Leben und ist seitdem Hauptorganisator der Veranstaltung. „In diesem Jahr läuft wirklich alles hervorragend. Das Wetter ist gut, die Kinder sind interessiert, alles scheint eine runde Sache zu werden“, sagt Sach, während er noch mit den Vorbereitungen zur Siegesfeier beschäftigt ist. Denn die jungen Teilnehmer können auch etwas gewinnen. Jeder Schüler bekommt morgens einen Fragebogen mit auf den Weg durch die Stationen, auf dem später sein Wissen abgefragt wird. Kombiniert mit zwei Sportspielen ergibt sich so am Ende eine Rangliste der insgesamt 13 Gruppen. Gewinner 2014: Die Klasse 4f der Gustav-
Peters-Schule, Außenstelle Fissau. Als Sieger darf die Gruppe nun im kommenden Mai einmal ein Abendansitzen auf einem Jagdhochsitz mitmachen und Wildtiere beobachten.

Die Idee von Werner Sach ist unter den Grundschulen in ganz Ostholstein mittlerweile ein Renner. Nehmen am ersten Walderlebnistag 2005 noch 140 Viertklässler aus der Region teil, sind es zwei Jahre später schon doppelt so viele. Als die Schülerzahl 2013 erstmals vierstellig wird, muss das Ereignis aus organisatorischen Gründen auf sechs verschiedene Veranstaltungsorte im Kreis aufgeteilt werden. Und so wetteifern die Kinder auch im Wildpark Malente, in Ahrensbök, am Süseler Baum, in Scharbeutz und Bad Schwartau um den Sieg.

Für Werner Sach soll das auch in den nächsten Jahren weitergehen: „Die Organisation bedeutet zwar immer eine Menge Stress, aber wenn man sieht, wie das Ganze von den Kindern angenommen wird, dann hat sich die
Mühe doch gelohnt.“

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