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3. Eutiner Firmen- und Teamregatta : Jubelszenen nach dem Zieleinlauf

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Knusperschnecken“ der Bäckerei Klausberger und das Team „Thies Hahn“ sind die verdienten Sieger der Eutiner Ruderregatta.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2013 | 00:31 Uhr

Das Urteil des Zielgerichts war eben aus dem Leitungsboot über das Megafon verkündet worden, da rissen vier „Knusperschnecken“ nach dem ersten Finale des Sonnentages jubelnd die Arme hoch. „Letztes Jahr waren wir auch schon gut“, sagte Andrea Möller-Köpp, die sich zusammen mit Anna Engler, Martina Schirrmann und Milena Herbst in die Skulls legte. 2012 schieden sie gegen männliche Konkurrenten aus, am Sonnabend verdienten sie sich den erstmals vergebenen Pokal des schnellsten Frauenbootes.

Steuermann und Ruderpate Christian Blank bescheinigte dem Team nicht nur ein hohes Tempo, sondern auch stilistisch eine ausgezeichnete Regatta. „Der Hammer war das Finale“, schwärmte der erfahrene Ruderer, der die „Knusperschnecken“ auch als technisch bestes Boot sah. Auf den Plätzen landeten die „Paragraphenreiter“ des Amtsgerichts, die „Blue Ladies“ der Polizeistation Eutin und die „Rathaus-Haie“, der Stadtverwaltung.

Mit kraftvollen, gleichmäßigen Schlägen skullte das Team „Thies Hahn“ vor mehr als 500 Zuschauern über die Ziellinie. Am Start-Ziel-Sieg des Vierers, den Melanie Hahn steuerte, gab es nichts zu deuteln. Spannend wurde es im Endlauf erst beim Kampf um die Plätze. Hier bewies – wie schon im vergangenen Jahr – die „Skull Crew“ der Firmen „autovermietung-belter.de“, „autocheck-eutin“ und „bb-comtec.de“ ihr taktisches Geschick und verwies die Turnerschaft Riemann auf den dritten Platz. Vierter von sechs Final-Teilnehmern wurde das Team der Voß-Schule.

Melanie Hahn mochte es kaum glauben. Das Siegerboot war in 1:52 Minuten über die Sprintstrecke in der Fissauer Bucht gejagt. Das war deutlich über der bisherigen Trainingsbestzeit. „Jungs, seid stolz auf Euch! Das habt Ihr toll gemacht!“, gab sie ihrer Mannschaft, darunter Ehemann Thies Hahn, auf den Weg, ehe sie zur obligatorischen Siegertaufe in die angenehm warmen Fluten eintauchte. Außer dem Firmenchef saßen Sascha Graumann, Hinrich Kasch und Gorg Khames im Siegerboot.

Die Titelverteidiger der Männer nahmen gelassen hin, dass sie „nur“ als Zweitplatzierte ins Ziel kamen. „Die Wettkämpfe haben Spaß gemacht. Mehr als der zweite Platz war heute auch nicht drin“, sagte der Steuermann der Skulls Crew, Marco Bläsing-Ohm. Von Null auf Vier preschte ein Newcomer-Boot nach vorn. Die Turnerschaft Riemann Eutin schickte eine Kombination aus Badmintonspielern und Handballern ins Rennen, die Steuermann Arne Schütt regattareif trainiert hatte. Schon in den Vorläufen hatten die „Seebären“, die in selbstbemalten Trikots antraten, für Furore gesorgt. Sie überraschten als Sieger des ersten Halbfinallaufs. „Damit hatten wir gar nicht gerechnet“, staunte Arne Schütt. Im Endlauf sammelten die Neulinge wichtige Erfahrungen, denn da ruderten sie überraschend hinter den erfahrenen Mannschaften , die 2011 und 2012 jeweils Regattasieger geworden waren, auf den dritten Platz.

Seine Premiere feierte das Boot der Anwaltskanzlei „Westphal und Partner“, das im Hoffnungslauf lange energisch Widerstand leistete, ehe es hinter dem Ostholsteiner Anzeiger und dem Boot „horizonte“ als Drittplatzierter ausschied. Daniel Westphal war mit Recht stolz auf seine Mitstreiter, aber auch körperlich geschafft. Zwei Läufe seien für den Anfang genug, beschied er und gab den „Druckmachern“ mit auf den Weg: „Dafür müsst Ihr noch einmal rudern.“ Die Zeitungsmannschaft hatte zwei Jahre lang kräftig Lehrgeld gezahlt. Und auch am Wochenende gab es im Vorlauf einen dritten Platz. Doch im Hoffnungslauf genoss Steuerfrau Annika Hoyer mit ihren Schützlingen einen überraschenden Erfolg. Der Ostholsteiner zog mit beachtlichem Tempo als Sieger über die Ziellinie. Und im Viertelfinale retteten sich die „Hanseatischen Versichrungsmakler“ gegen den furiosen OHA-Endspurt nur mit einer Drittel Bootslänge ins Semifinale.

Bei der Siegerehrung gab es lauter Gewinner. Mit Lübecker Marzipan gab es erste Hilfe gegen den Mineralverlust. Und bei der Überreichung der Teilnehmerurkunden ernteten alle Teams anhaltenden und ehrlichen Applaus.

 

 

 

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