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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 04:12 Uhr

Jonas Langbehn knackt EM-Norm

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bosauer Leichtathlet startet bei den Landesmeisterschaften der Senioren im Stabhochsprung – und gewinnt den Titel mit 4,75 Metern

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 22:13 Uhr

Der Traum von der Teilnahme an den U18-Leichtathletikeuropameisterschaften könnte für den Bosauer Stabhochspringer Jonas Langbehn Wirklichkeit werden. Mit übersprungenen 4,75 Metern erfüllte er bei den Landesmeisterschaften in der Jahnkampfbahn die Normhöhe auf den Punkt genau. Die EM findet vom 14. bis 17. Juli in Tiflis in Georgien statt. Am 2. Juli wird Jonas Langbehn in Walldorf bei der international besetzten U18-Gala an den Start gehen. Ist er da zweitbester deutscher Athlet, könnte er nominiert werden.

Der Siebzehnjährige war ursprünglich in der U18-Wertung gemeldet, aber in Absprache mit seinen Trainern Andreas Köster und Landestrainer Hinrich Brockmann entschied er sich kurzfristig, in der Männerklasse zu starten. „Da ist die Konkurrenz größer, denn bei der U18 wäre er spätestens bei Höhen über vier Meter allein im Wettbewerb gewesen“, begründeten die Trainer die Entscheidung. Bei sommerlichen Bedingungen und Temperaturen um 30 Grad stieg der Bosauer bei 4,15 Metern in den Wettbewerb ein und überwand seine Einstiegshöhe deutlich. Bei 4,45 Metern fiel die Latte einmal, doch im zweiten Versuch übersprang er die Höhe. Nach der Einstellung seiner persönlichen Bestleistung von 4,55 Metern flog Langbehn auch über 4,65 Meter. Die Spannung bei Trainern und Zuschauern stieg, als die EM-Qualifikationshöhe von 4,75 Meter aufgelegt wurde. Doch bei Jonas Langbehn war davon kaum etwas zu spüren, souverän und konzentriert ging er die Aufgabe an. Und groß war der Jubel, als er auch diese Höhe meisterte. Freudestrahlend kam der EM-Kandidat von der Matte und fiel seinen Trainern in die Arme. „Das ist der Hammer“, entfuhr es Langbehn. 4,85 Meter waren diesmal noch zu hoch, obwohl nicht viel fehlte, um auch diese Höhe noch zu meistern. „Seitdem ich die härteren Stäbe springen kann, geht es richtig ab“, erklärte er seine Steigerung im Gegensatz zur Freiluftsaison 2015. „Irgendwie habe ich nach den 4,40 Meter in der Hallensaison mit dieser Höhe geliebäugelt, umso schöner, dass es geklappt hat“, ergänzte er.

Der Wettkampf in der Jahnkampfbahn war für den Bosauer zwar zu Ende, doch der Hamburger Julius Stracke, der schon deutlich höher als fünf Meter gesprungen ist, stieg erst bei 4,95 Metern ein – und hatte zu hoch gepokert. Als Stracke das dritte Mal seine selbst gewählte Anfangshöhe riss, war Jonas Langbehn plötzlich auch Landesmeister der Männer bei den gemeinsamen Titelkämpfen von Hamburg und Schleswig-Holstein. Noch nicht genug der Ehre: Er stellte in Hamburg auch einen neuen U18-Landesrekord auf.

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