zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

16. August 2017 | 17:17 Uhr

Jörg Siewert fliegt heute nach Mali

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutiner Bundeswehr-Fahrlehrer geht heute für sechs Monate in den Auslandseinsatz nach Afrika / Spenden-Sammlung läuft

„Eigentlich wollte ich ja nicht mehr in den Einsatz“, bekennt Jörg Siewert, „aber es kommt im Leben nun auch mal anders.“ Vor vier Jahren war der in
Vogelsdorf bei Lütjenburg lebende Fahrlehrer des Kraftfahrausbildungszenrums Eutin vier Monate in der afghanischen Hauptstadt Kabul und als Konvoiführer in einem Transportzug jeden Tag unterwegs. Heute fliegt er nach Mali. Siewert soll in dem afrikanischen Staat sechs Monate lang als Fahrlehrer malische Soldaten schulen.

„Während meines Einsatzes in Afghanistan habe ich festgestellt, dass militärische Hilfe nicht genug ist. Und mit der Unterstützung vieler Menschen in der Heimat konnte dem
Irene-Salimi-Kinderhospital in Kabul geholfen werden.“ In der Vorbereitung auf Mali habe er gemeinsam mit dem Militärpfarrer Rüdiger Scholz ein Hilfsprojekt in der malischen Region Koulikoro ausfindig gemacht.

Dort möchte Siewert den Aufbau einer Tages-Klinik für werdende Mütter unterstützen. Mali sei eines der ärmsten Länder der Welt und habe keine flächendeckende medizinische Versorgung. Hochschwangere Frauen müssten teilweise mehrstündige
Fußmärsche machen, um zu einer Entbindungseinrichtung zu gelangen.

Siewert berichtet: „Vor ein paar Wochen habe ich im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde in Lütjenburg Kleider und Sachspenden für Kinder in Rumänien abgegeben. Mein Transport in das Gebäude wurde von einem jüngeren Paar auf einer Bank sitzend beobachtet, wobei mir im Vorbeigehen der Satz zu Ohren kam: ,Mir spendet auch keiner was.‘ Diese Aussage ist mir nicht aus dem Kopf gegangen und hat mich ehrlich gesagt etwas verärgert. Ist es nicht dem glücklichen Zufall geschuldet, dass beide in einem demokratischen Staat leben können, ohne zu hungern, ein warmes Dach über dem Kopf, frei und sicher leben? In einem Land, in dem für viele Menschen mindestens ein Fernseher, ein PC, ein Handy und eine Urlaubsreise im Jahr unverzichtbar sind? Im westafrikanischen Mali können die meisten Menschen von solchen Luxussorgen nur träumen.“

Ein erstes Gerät für die Tagesklinik hat Jörg Siewert heute bereits im Reisegepäck: Einen von einer Lütjenburger Arztpraxis gestifteter Autoklav, der zum Sterilisieren von medizinischen Werkzeug verwendet wird. Damit es nicht die einzige Hilfe für die Tagesklinik wird, hofft Siewert auf finanzielle Unterstützung aus der Heimat: „Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende, jeder Euro zählt! Unterstützt und überwacht wird dieses Projekt auch von den Tanzsportfreunden TSF Phoenix Lütjenburg, die extra dafür ein Spendenkonto eingerichtet haben.“ In einer Hinsicht können Spender absolut sicher sein: jeder Euro kommt auch in Mali an.


Spenden für Jörg Siewerts Entwicklungshilfe in Mali gehen an folgendes Konto: TSF Phoenix, VR Bank OH Nord, IBAN: DE 33 2139 0008 0017 1221 28, Stichwort Mali

zur Startseite

von
erstellt am 27.Aug.2014 | 10:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen