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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 03:59 Uhr

Jobcenter zahlt mehr Geld für Wohnungen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Beratungsunternehmen stellt im Sozialausschuss aktuellen Tabellenmietspiegel vor / Weitere Themen: Waffen und Schwarzarbeit im Kreis Ostholstein 2015

Wohnungen für Hartz-IV-Empfänger dürfen im Kreis Ostholstein künftig geringfügig teuer sein als bislang. Das ergibt sich aus einer Mietwerterhebung der Hamburger Firma „Analyse und Konzepte“ im Auftrag des Kreises Ostholstein, die jetzt im Kreissozialausschuss vorgestellt wurde. Demnach darf beispielsweise eine bis zu 50 Quadratmeter große Wohnung für eine Person in Eutin bis zu 348,50 Euro kosten. Das entspricht einer Steigerung von drei Prozent zur bisherigen Mietwertobergrenze. Bis zu vier Prozent teurer darf mit maximal 511,50 Euro eine Wohnung mit 60 bis 75 Quadratmetern für einen Drei-Personen-Haushalt sein.

Zwei Jahre nach der letzten Mietwerterhebung forderte der Kreis jetzt wieder aktuelle Richtwerte zur Bestimmung angemessener Unterkunftskosten in Ostholstein. Zum zweiten Mal erhielt die Firma „Analyse und Konzepte“ aus Hamburg den Auftrag, einen qualifizierten Tabellenmietspiegel vorzulegen. Im Rahmen der aktuellen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Sicherheit und Gesundheit erklärte Oliver Strege von „Analyse und Konzepte“: „Die Werte sind für das Jobcenter für die Bewilligung des Wohngelds wichtig.“ Dabei würden die errechneten Zahlen dem unteren Mietsegment, also einfachen Bedürfnissen, entsprechen, sagte Strege. „Dazu haben wir Wohnungsunternehmen einbezogen und Befragungen von 8000 Mietern durchgeführt.“ Aufgrund der unterschiedlichen Mietniveaus im Kreis Ostholstein gliederte „Analyse und Konzepte“ den hiesigen Wohnungsmarkt in fünf Gruppen. Für Eutin – in einer Gruppe mit Heiligenhafen, Neustadt und Oldenburg – errechnete das Beratungsunternehmen für einen Ein-Personen-Haushalt bis 50 Quadratmeter 348,50 Euro als aktuellen Richtwert. Das entspricht einer Steigerung von drei Prozent zur bisherigen Mietwertobergrenze. Vier Prozent mehr spricht „Analyse und Konzepte“ mit maximal 511,50 Euro einem Drei-Personen-Haushalt bei einer Wohnfläche von 60 bis 75 Quadratmetern zu. Die Richtwerte sind eine Obergrenze. „Alles, was darunter liegt, ist angemessen“, sagte Oliver Strege. Die Werte beziehen sich auf die Kaltmiete und die Neben-, nicht aber die Heizkosten.

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erstellt am 01.Jun.2016 | 11:51 Uhr

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