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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 01:01 Uhr

Jetzt wird in die Hände gespuckt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ehrgeizige Bauzeitenplanung bei der Stadtsanierung / Bürger sollen über Flyer und auch durch Baustellenführungen informiert werden

von
erstellt am 23.Mär.2015 | 14:13 Uhr

Was jetzt alles in Eutin geschehen soll? Diese Frage eines ortsunkundigen Journalisten lässt den für seine forschen Antworten bekannten Bauamtsleiter Bernd Rubelt einen Moment zögern. Dann sagt er bei der Pressekonferenz im Rathaus: „In nur einem Jahr gestalten wir wesentliche Teile der Stadt um, mit dem Bahnhof und der Altstadt im Fokus. Das ist ein sehr sportliches Zeitziel.“

Kann man wohl sagen. Und billig ist es auch nicht gerade: 7,3 Millionen Euro reine Baukosten sind in diesem Jahr für die Vorhaben Süduferpark, Stadtbucht und Seepark veranschlagt; 1,5 Millionen Euro sollen die beschlossenen Baumaßnahmen an der verlängerten Peterstraße und am Bahnhofsvorplatz kosten. Das ist noch nicht alles: Die Modernisierung der Schlossterrassen, die Neugestaltung am Rosengarten und einiges andere städtebaulich Wünschenswerte mehr stehen noch auf der Vorhabenliste, die bis 2025 abgearbeitet werden soll.

Ohne Kreditaufnahme ist das alles nicht zu machen. Einen großen Vorteil aber hat die Stadt dabei: Fast zwei Drittel der Kosten tragen Bund und Land über das Förderprogramm. Ohne diese Hilfe hätte die Stadt nicht einmal davon träumen dürfen, lange ertragene Missstände beseitigen zu können.

„Wir bauen für Eutin“ ist als die Devise ausgegeben, unter der die Bürger in Flyern und bei Baustellenführungen über die anlaufenden Maßnahmen informiert werden sollen. Acht Firmen sind bereits beauftragt, weitere Vergaben folgen in Kürze. Im Bauamt soll die Koordination der Arbeiten erfolgen.

Als da sind: Der Seepark wird neu strukturiert, mit Sichtachsen, teils asphaltierten Wegen, Spielflächen am Ufer. Weiter geht’s an der Stadtbucht: Sie erhält eine neue Spundwand eingezogen, die Promenade wird gepflastert, der Anlegesteg für die „Freischütz“ verlegt, ein Holzdeck aus Eichenbohlen aufs Wasser gesetzt.

Damit nicht genug: Die Stadt hat die Vorbauten am Telekom-Gebäude an der verlängerten Peterstraße erworben. Sie sollen abgerissen werden, der Zugang vom jetzt auch in städtischer Hand befindlichen Bahnhof in die Innenstadt neu gestaltet werden. Und dann sind da noch die Torhäuser am alten Bauhof, die Vogtkate daneben, die ebenfalls saniert werden sollen. Nicht zu vergessen das Gelände zwischen Schlossgarten und altem Forstamt, auf dem die Stadtentwässerung gerade neu geordnet und in Kürze die Vorbereitungen für die temporäre Nutzung als „Süduferpark“ bei der Landesgartenschau beginnen.

Apropos Landesgartenschau: Sie profitiert von diesen Maßnahmen, hat aber mit deren Finanzierung nichts zu tun. Aber das ist ein anderes Thema. Was Eutin jetzt bewegen wird, sind die Sperrungen. Nach den Osterferien wird’s hier laut.

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