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Neues Angebot für Acht- bis Zwölfjährige : Jetzt tanzen auch die Kinder Zumba

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Man weiß nie, was kommt“, stellt Ann-Christin „Anni“ Breitfeld fest. Beim Angebot „Zumba für Kids“, das sie für die Sportvereinigung Pönitz im Gymnastikraum des neuen Sportheims mit Leben füllt, tanzt sie mit 18 Kindern zwischen acht und zwölf Jahren. Da steckt der Nachmittag voller Überraschungen – und es kann passieren, dass sich die Mädchen und Jungen ein Lied wünschen, das eigentlich gar kein Zumba-Lied ist. „Das ist kein Problem“, sagt Anni Breitfeld und setzt mit den Kindern das Lied „Von allein...“ von Culcha Candela in Bewegung um.

Das Training für Kinder hat eine ähnliche Struktur wie Zumba-Einheiten für Erwachsene. Es ist in Aufwärmen, den Hauptteil und das „Cool Down“, also das herunterregeln von Kreislauf und Bewegungsapparat gegliedert. Für den Nachwuchs gibt es nach dem eigentlichen Zumba noch ein oder zwei Spiele, wie „Feuer, Wasser, Eis“ oder das „Molekülspiel“. Da werden Reaktion, Beweglichkeit, Gleichgewichtsgefühl, Gedächtnis und Disziplin geschult.

„Meine Mutter hat da schon vorher mitgemacht. Sie hat mir gesagt, dass es jetzt auch Zumba für Kinder gibt und mich gefragt, ob ich da nicht auch einmal hingehen will“, berichtet Nele. Nach und nach trudelt der Nachwuchs ein, Mädchen sind in der Mehrheit, aber auch fünf Jungen stehen auf der Teilnehmerliste.

Anni Breitfeld spielt in einer Übungsstunde sechs bis sieben Lieder. Dabei gibt es in jeder Stunde einen neuen Tanz, den die Trainerin – dann ohne Musik – Schritt für Schritt, Bewegung für Bewegung – erklärt. Die Choreografie hat sie im heimischen Wohnzimmer ausgetüftelt. Wenn ein Song ertönt, gibt Anni Breitfeld folglich immer dieselben Bewegungsfolgen vor. Es gibt also den Wiedererkennungseffekt.

„Beim Zumba soll man den Kopf ausschalten“, erläutert die Trainerin, die einen besonderen Lehrgang für „Zumba für Kids“ absolviert hat. In der festgeschriebenen Choreografie gibt es hin und wieder Bewegungsformen, die Anni Breitfeld als „Freestyle“ bezeichnet, also freie Bewegungen. Hier sind Kinder klar im Vorteil.

Während Erwachsene häufig nach links und rechts gucken, nach Vorbildern suchen, deren Bewegungsmuster sie nachahmen können, sind Kinder spontaner. Sie drehen sich im Kreis, hüpfen vor- und rückwärts, sausen wild durcheinander, und folgen dabei ganz natürlich dem Takt.

In der Kinder-Zumba-Stunde gibt es nach jedem Lied eine Mini-Pause. Zeit zum Trinken. „Kinder vergessen leicht, ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Erwachsene verlassen dann bei den Liedern kurz die Gruppe, um zu trinken. Das würde bei den Mädchen und Jungen wahrscheinlich nicht so gut funktionieren“, erklärt die Trainerin. Während die Mütter und Väter in den Erwachsenenstunden stumm dem Rhythmus folgen, genießt der Nachwuchs seine Titelwahl. „Von allein...“ tönt es aus den jungen Kehlen und dazu fegen die Kids ausgelassen übers Parkett.

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erstellt am 23.Aug.2013 | 18:08 Uhr

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