„Jetzt passt es geradezu ideal“

dsc_9045

Carsten Behnk träumt schon lange davon, Bürgermeister zu werden

shz.de von
27. Januar 2015, 16:10 Uhr

Einen Vorgeschmack auf die Aufmerksamkeit, mit der er künftig täglich in Eutin zu rechnen hat, bekam gestern Carsten Behnk. Die Meldung, dass der 47-Jährige von der CDU als Kandidat für die 2016 fällige Nachfolge von Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz favorisiert wird, sorgte für viele Anfragen von Presse und Arbeitskollegen beim Geschäftsführer der Kulturstiftungen des Kreises.

„Der Zeitpunkt dieser Bekanntgabe ist eigentlich viel zu früh, das wird ein extrem langer Wahlkampf. Einen Masterplan dafür habe ich auch noch nicht. Aber die Parteien in Eutin beschäftigen sich schon seit Sommer 2014 mit der Kandidatenfindung, die CDU wollte jetzt von sich aus Klarheit schaffen“, sagte Behnk.

Der Diplom-Verwaltungsfachwirt, der nach dem Abitur in Oldenburg 1986 seine Ausbildung bei der Kreisverwaltung in Eutin startete und seit 1995 in Groß Meinsdorf zu Hause ist, freut sich nach eigenen Worten über die neue Perspektive: „Ein kommunales Spitzenamt wie Bürgermeister war schon immer mein Traum. Ich hatte schon manches Mal schon überlegt, mich auf Stellenausschreibungen zu bewerben. Als ich dann aus der Eutiner CDU heraus angesprochen wurde, dachte ich: Jetzt passt es geradezu ideal.“

Denn die beiden Töchter seien mit 22 und 18 Jahren bereits weitgehend selbstständig. Und beruflich habe er entweder durch eigene Praxis oder durch Lehrverpflichtungen beim kommunalen Verwaltungsnachwuchs in Ostholstein Einblicke in die meisten der Aufgabenbereiche gewonnen, die der Chef einer Verwaltung kennen müsse. Auch dieses habe er bedacht: „Ich weiß, worauf ich mich einlasse.“ Sein Onkel Paul Möller, jahrzehntelang als ehrenamtlicher Bürgermeister in Heringsdorf und für die SPD als Landtagsabgeordneter tätig, habe ihm das Wirken in öffentlichen Ämtern vorgelebt.

Behnk bekräftigte, dass er parteipolitisch unabhängig sei: „Ich sehe mich als ein Kandidat für alle und versperre mich auch anderen Parteien nicht. Da habe ich keine Berührungsängste.“

In der SPD laufen noch, wie Fraktionschef Hans-Georg Westphal sagte, Gespräche mit mehreren Interessenten. „Die Zeit läuft uns nicht davon. Aber ich rechne damit, dass im Februar eine Entscheidung fällt.“

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen