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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 13:15 Uhr

Eutin : Jetzt Pakete der Hoffnung packen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bis zum 15. November haben Sabine Severin und Hendrike Cursiefen ihre Sammelstelle für „Weihnachten im Schuhkarton“ geöffnet.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2015 | 12:00 Uhr

Eutin | Seit nunmehr acht Jahren sammelt Sabine Severin für den guten Zweck. Und seit drei Jahren unterstützt sie Hendrike Cursiefen bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die weltweit Not leidenden Kindern das Weihnachtsfest verschönert. Die Eutinerinnen zeichnen bei dem Projekt des Vereins „Geschenke der Hoffnung“ für die Eutiner Sammelstelle verantwortlich. Bis zum 15. November nehmen sie Weihnachtsgeschenke für Kinder entgegen.

Wer sozial schwachen Kindern eine Weihnachtsfreude bereiten will, benötigt einen mittelgroßen Schuhkarton. Auf Etiketten, die im Internet heruntergeladen werden können oder bei Sabine Severin und Hendrike Cursiefen erhältlich sind, wird gekennzeichnet, ob das Geschenk für einen Jungen oder ein Mädchen ist. Auch die Altersgruppen für Zwei- bis Vierjährige, Fünf- bis Neunjährige oder Zehn- bis 14-jährige werden angekreuzt.

Um den zollrechtlichen Bestimmungen zu entsprechen, gilt es einige wichtige Regeln zu beachten: Erlaubt sind Spielsachen wie Puppen, Bälle oder Puzzles, Hygiene-Artikel oder Schulsachen wie Federtasche (Füller mit Patronenvorrat), Lineal und Solartaschenrechner. Aber auch warme Kleidung, wie Mützen, Strümpfe, Schal oder Handschuhe sind sehr willkommen und können gut gebraucht werden. Sehr beliebt sind Buntstifte und Anspitzer, Malbücher sowie Traubenzucker-Lollys und Kuscheltiere. Nicht gestattet sind Gummibärchen, Nahrungsmittel mit Gelantine und Schokolade mit Nüssen. Absolut untersagt sind gebrauchte Gegenstände, Zerbrechliches, Lebensmittel, Kriegsspielzeug und Medikamente.

Und noch eine wichtige Bitte von Sabine Severin und Hendrike Cursiefen: „Die Geschenke bitte nicht einzeln verpacken, weil wir den Inhalt noch kontrollieren müssen.“ Deshalb empfiehlt das Duo, die mit Weihnachtspapier dekorierten Schuhkartons nur mit einem Gummiband zu verschließen. Alle Sachen, die nicht für die Einfuhr in die Länder erlaubt sind, würden aussortiert und an die „Eutiner Tafel“ und die Flüchtlingshilfe vor Ort gespendet.

Mitte November werden die Pakete aus Schleswig-Holstein zentral in Neumünster gesammelt. „Meistens wird dort schon ein Überseecontainer voll und kann direkt auf die Reise gehen“, weiß Sabine Severin aus Erfahrung. Sie hofft, dass auch in diesem Jahr, in dem viel für die Flüchtlingshilfe gespentet wird, viele Menschen auch noch etwas für die Kinder in ärmeren Ländern übrig haben.

Die Weihnachtsfreuden im Schuhkarton werden nach Moldawien, Weißrussland, Rumänien, Polen oder in die Slowakei versandt. Genau wird das erst kurz vor dem Export entschieden. „Letztendlich ist es egal, wohin die Kartons versandt werden. Hauptsache, sie kommen dort an, wo sie helfen“, sind sich Sabine Severin und Hendrike Cursiefen einig. Denn es sei erschreckend, dass es im heutigen Europanoch so viel Armut gebe.

Da es immer schwieriger werde, die sechs Euro für die Frachtkosten zu finanzieren, bitten die Organisatorinnen, für jeden Schuhkarton diesen Betrag bei der Abgabe zu berücksichtigen. Eine Pflicht bestehe selbstverständlich nicht. Denn schon jeder Schuhkarton helfe enorm. Deshalb raten Sabine Severin und Hendrike Cursiefen: „Lieber einen Karton weniger packen und die sechs Euro einplanen.“


> Damit auch jemand die Schuhkartons in Empfang nehmen kann, bitten Sabine Severin (Telefon 04521/ 830433) und Hendrike Cursiefen (04521/776243) einen Abgabetermin telefonisch zu vereinbaren. Sie geben bei Fragen auch Auskunft.

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