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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 22:51 Uhr

Jetzt kommt doch die Parkscheibe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hauptausschuss stimmt WVE-Antrag vorerst zu, aber WVE zeigt sich uneinig

Die gute Nachricht zuerst: Die kostenpflichtigen Parkzeiten von Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr werden nicht ausgeweitet, der Sonnabend bleibt kostenfrei. Aber: Von 15 bis 19 Uhr dürfen Autofahrer künftig maximal zwei Stunden mit Parkuhr in der Eutiner Innenstadt stehen. Dies soll allerdings nur gelten, bis eine Neuregelung für die Landesgartenschau beschlossen ist, die am 28. April beginnt. Das entschied der Hauptausschuss nach intensiver Diskussion gestern Abend einstimmig.

Der Antrag der Freien Wähler – bis zu einer langfristigen Lösung alles so zu lassen, wie es ist – wurde mehrheitlich abgelehnt. Obwohl dies der Mehrheit der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) letztlich lieber gewesen wäre, so der Tenor der parallel stattfindenden WVE-Versammlung im Brauhaus. Die Mitglieder wären sogar bereit, den Kunden bei einer Erhöhung der Parkgebühren die Kosten anteilig zu erstatten. Doch das ist nach dem gefassten Beschluss im Hauptausschuss obsolet.

Die Diskussion um eine Veränderung der Parkraumbewirtschaftung hatte der WVE-Vorstand mit einem Schnellschuss selbst angestoßen. Viele Mitglieder erfuhren von den Plänen über eine Gebührenerhöhung und Ausweitung der gebührenpflichtigen Zeiten aus der Zeitung. Nach Beschwerden von Mitgliedern und Kunden zog der Vorstand den ersten Antrag zurück, forderte in einem zweiten Antrag die Einführung der Parkscheibe nach 15 Uhr, um Dauerparker zu vertreiben.

Dass auch diesen Antrag nicht alle tragen, machte Susann Aldrup vom gleichnamigen Schuhgeschäft deutlich: „Die WVE spricht nicht immer für alle kleinen Händler, sondern oft spricht nur der Vorstand.“ Sie habe viele Stimmen gehört, auch die der Gastronomen: „Die Mehrheit plädiert für die alte Regelung.“

Malte Tech (FWE) versuchte, Befürworter für seinen Antrag zu gewinnen: „Dauerparker vertreibt die Parkscheiben-Regelung nicht, die stellen die Scheibe einfach weiter. Es verursacht nur Kosten.“ Denn es müssen Automaten umprogrammiert, Schilder neu bestellt und Personal eingestellt werden. Bis wann die Umsetzung klappt, ist unklar. Kleine Händler hoffen, dass bis dahin das Weihnachtsgeschäft durch ist.

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erstellt am 25.Nov.2015 | 00:33 Uhr

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