zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 10:16 Uhr

Jens Path †

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 17:44 Uhr

Unfassbar ist für viele die Nachricht, dass der Sportschütze Jens Path nach schwerer Krebserkrankung kurz vor seinem 50. Geburtstag gestorben ist. Er war noch voller Zuversicht und machte Pläne. Path hinterlässt Lebensgefährtin Marion Meier und die Kinder Lina (17) und Henrik (21).

Die Familie war stolz auf den hilfsbereiten Jens Path, der als Elektriker bei der Bundeswehr in Putlos arbeitete und in Stolpe ein schönes Zuhause schuf. Bereits mit zehn Jahren sorgten seine Eltern für einen Start beim SSV Kassau, schnell entwickelte sich der Junge zum Schießsporttalent. Bereits 1980 als Jungschütze gewann Jens Path bei den deutschen Meisterschaften in München eine Silbermedaille im Luftgewehr-Dreistellungskampf. 1986 stand er zusammen mit Thomas Michaels und dem späteren Olympiasieger Christian Klees im Wettbewerb Kleinkaliber 3x20 Schuss auf dem Bronzetreppchen. Über alle Altersgruppen Schüler, Jugend, Junioren, Schützenklasse sowie Altersklasse ab 46 Jahren qualifizierte er sich jedes Jahr für München, oft in verschiedenen Disziplinen mit vier oder sogar fünf Starts. 2013 wurde er Deutscher Meister in der Disziplin Kleinkalibergewehr 100 Meter. Zudem sprang noch Bronze im Kleinkaliber-Dreistellungskampf heraus.

Seine Titel auf Landesebene sind nicht mehr zu zählen, er schoss als Mannschaftssportler auch für die Eutiner Sportschützen, den SV Hubertus Kiel und die Lübecker Sportschützen.

Für 2015 hatte er zwei Fahrkarten in der Tasche, fuhr aber lediglich als Betreuer der Kassauer und vor allem seiner talentierten Tochter Lina nach Bayern. Die schnell fortschreitende Krankheit ließ einen eigenen Einsatz nicht mehr zu. Obwohl er offen über die schwere Krankheit sprach, blieb er immer Optimist. Natürlich wollte er weiter für seine Partnerin da sein, sich um Lina und den gleichfalls für den Schießsport talentierten Sohn Henrik kümmern.

Jens Path war fröhlich und hilfsbereit und übernahm trotz Arbeit und großem Trainingsaufwand über acht Jahre ehrenamtliche Verantwortung als stellvertretender Vorsitzender des SSV Kassau neben Anka Venohr. „Jens wird uns sehr fehlen“, sagt sie treffend, vor allem habe er sein Wissen und Können der Vereinsjugend weiter gegeben. „Im Norddeutschen Schützenbund war er einer der Besten und ein Vorbild als Sportsmann“, stellt der Kreisvorsitzende Heinrich Möller fest.

„Wir sind durch unseren Vater zum Schießsport gekommen und sind praktisch damit aufgewachsen“, sagte Sohn Henrik kürzlich bei einem Wettkampf. Lina Meier sagte im Interview zu ihrem Start für den Deutschen Schützenbund bei der Sichtung für die Europameisterschaften: „Ich lebe für das, was unser Vater uns beigebracht hat.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert