Plön : "Jeder Soldat trägt Verantwortung"

Gemeinsam schritten (von links) Kapitän zur See Andreas Horstmann, Flottillen-Admiral Jürgen Mannhardt vom Marineamt, Fregattenkapitän Hark Gereke (dahinter) und der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Murmann die Front ab.  Fotos: michael kuhr
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Gemeinsam schritten (von links) Kapitän zur See Andreas Horstmann, Flottillen-Admiral Jürgen Mannhardt vom Marineamt, Fregattenkapitän Hark Gereke (dahinter) und der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Murmann die Front ab. Fotos: michael kuhr

Dr. Philipp Murmann hielt Festrede bei Vereidigung und feierlichem Gelöbnis der Marineunteroffizierschule auf dem Plöner Marktplatz.

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18. Mai 2012, 12:48 Uhr

Plön | 266 Rekruten wurden Mittwoch auf dem Plöner Marktplatz öffentlich vereidigt. 60 weitere Soldaten legten ihr feierliches Gelöbnis ab. Die Marineunteroffizierschule (MUS) hatte zur öffentlichen Veranstaltung geladen. Etwa 500 Eltern und Gästen ließen sich das Ereignis, das durch das Marinemusikkorps Ostsee musikalisch begleitet wurde, nicht entgehen.

Gemeinsam schritten der Flottillen-Admiral Jürgen Mannhardt vom Marineamt, MUS-Kommandeur Kapitän zur See Andreas Horstmann, der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Murmann sowie Fregattenkapitän Hark Gereke, Kommandeur der Lehrgruppe B, die Front der angetretenen Soldaten ab. "Soldaten engagieren sich in der Gesellschaft", gab Horstmann den Rekruten mit auf ihre Wege in die Dienststellen. Er räumte aber auch ein, dass der Beruf des Soldaten mal unbequem sein könne. Auf das alles ließen sich die Rekruten ein. "Setzen Sie sich für Land und Gesellschaft ein", gab er ihnen mit auf den Weg.
Soldaten stehen ein für die Werte und Freiheiten

Dr. Philipp Murmann sagte in seiner Festrede, dass Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland etwas Selbstverständliches seien. Er blickte aber rund 1200 Kilometer von Plön in Richtung Osten und sagte: "Weißrussland ist die letzte Diktatur in Europa." Die Menschen dort seien nicht frei und es gebe weder Demokratie nach unserem Verständnis, noch einen Rechtsstaat, keine freien Wahlen und kein Recht auf freie Meinungsäußerung.

Die Soldaten stehen ein für die Werte und Freiheiten. Ja, sie verteidigen sie sogar. Damit trage jeder Soldat eine hohe Verantwortung. Damit leiste jeder Einzelne einen unschätzbaren Beitrag für die Gemeinschaft, dankte Dr. Philipp Murmann. Das Land brauche eine effiziente und leistungsfähige Bundeswehr, die für den internationalen Kriseneinsatz gerüstet sei. Sie müsse bestens trainiert und motiviert sein. Murmann: "Aus diesem Grund wird die Bundeswehr neu ausgerichtet - strukturell und organisatorisch."

Besondere Herausforderung sei der demografische Wandel. Damit, so der CDU-Politiker, stehen immer weniger junge Menschen als Nachwuchskräfte zur Verfügung. Dabei stehe die Bundeswehr im Wettbewerb mit der Wirtschaft. Aber Soldaten seien auch für die Wirtschaft interessante Nachwuchskräfte.

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