Ascheberg : Jecken lösen mit "Jokus" die Misere

Wiederbelebung a la 'Babsi' I.: Ein Gummibärchen erweckt auch den krankesten Koch wieder zum Leben.
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Wiederbelebung a la "Babsi" I.: Ein Gummibärchen erweckt auch den krankesten Koch wieder zum Leben.

Zum Ende der langen Session gaben die Karnevalisten den Stadtschlüssel an Bürgermeister Jens Paustian zurück.

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11. März 2011, 12:30 Uhr

Ascheberg | Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Die Karnevalisten ließen sich den sauren Hering im Gasthof Langenrade trotz Ausklang der Session gut schmecken. Als letzten Höhepunkt der Saison übergab Günther Kempa für das Präsidium der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Plön von 1960 den Stadtschlüssel an Bürgermeister Jens Paustian.

Die Plöner Finanzprobleme können gelöst werden, wenn man nur will. Die Karnevalisten jedenfalls hätten lange beraten, wie sie das Finanzloch nachhaltig stopfen könnten. Das verzweifelte Flehen der Karnevalisten um eine Lösung sei schließlich von Gott "Jokus" erhört worden, der den Narren eine Erkenntnis schenkte.

Wenn der Plöner Rat kühn genug sei, alle Macht ohne Einschränkung an die Blau-Weißen zu übertragen, dann würden diese eine sofortige absolute Steuerfreiheit für Plön verkünden. Die Folge wäre, dass Plön schlagartig als "Monaco am Großen Plöner See" aufblühen würde. Die Einwohnerzahlen würden förmlich explodieren und die Gemeinden des Amtes stünden Schlange, um sich "einstädtern" zu lassen. Die Einnahmen aus Schlüsselzuweisungen füllten das Stadtsäckel prall.

Ginge es aber schief, wäre der Schaden auch nur gering. Die Ratsversammlung könnte die Schuld auf "Jokus" schieben und mit dem Finger auf die Blau-Weißen zeigen. Die Schulden würden weiter wachsen und gingen von den Enkeln eben auf die Urenkel über, die dann in späteren Sessionen Nachbesserung bei den Blau-Weißen verlangen können.

Bürgermeister Jens Paustian nahm den Stadtschlüssel an und zeigte sich glücklich über diese Lösung. Er werde sie sogleich an Bürgervorsteher Hans-Jürgen Kreuzburg weiterleiten, der dieses in die nächste Ratsversammlung einbauen werde.

Doch vor diesem letzten Streich der Narren wurde gleich zu Beginn des Abends die Prinzessin Barbara I. (Bahr) "abserviert". Eine Brigade kleiner Köche nahm die gelernte Restaurantfachfrau in ihre Mitte und begleitete sie hinaus. Die längste Session mit 118 Tagen war vorüber. Sie brachte, so Kempa, wieder sieben Auftritte in Altenheimen und den Ball in Sielbeck.

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