Plön : Jazz: 300 Besucher zum Auftakt

Mit rund 300 Besuchern waren die Eröffnungskonzerte gestern Abend gut besetzt.
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Mit rund 300 Besuchern waren die Eröffnungskonzerte gestern Abend gut besetzt.

In Plön wird an diesem Wochenende die 27. Ausgabe des Jazz-Festivals gefeiert. Jedes Jahr kommen Hunderte von Fans aus dem In- und Ausland in die Herzogstadt.

shz.de von
10. Mai 2018, 20:06 Uhr

Joja Wendt spielte hier in den Neunzigern, Georg Schroeter und Marc Breitfelder traten hier auf, noch bevor ihre Karriere so richtig begann: Das Jazz-Festival Plön am See ist längst Kult und zieht jedes Jahr Hunderte von Fans aus dem In- und Ausland nach Plön. Gestern Abend war Auftakt der 27. Ausgabe in der Aula am Schiffsthal.

Axel Schümann, Vorsitzender des Jazz-Vereins, machte es kurz: Er überließ die 15-minütige Eröffnung dem Musiker Arvid Maltzahn (Posaune), der an Kid Ory's Creole Jazzband, Albert Mangelsdorff und Knut Kiesewetter erinnerte. Und von alten Zeiten schwärmte, als er und andere Jugendliche mit ihrer Schülerband im Dersauer Sir John's Pub probten und dem Bier zusprachen.

„Ich bin froh, ihn endlich mal wieder in Plön dabei zu haben“, erzählte Schümann und freute sich über „so viele wunderbare Gesichter, die wir immer wieder hier sehen und die uns die Treue halten.“ Rund 300 Jazz-Fans waren in die Aula gekommen, um die Eröffnungskonzerte mit Abi Hübners Low Down Wizards und Boogielicious & Sammy Vomacka zu hören. Viele von ihnen sind seit Anfang der siebziger Jahre dabei, als Reimer von Essen und sein Schulfreund Wolfgang Gellert das erste Jazzkonzert der Barrelhouse Jazzband im Remter des Plöner Schlosses organisierten und später den Verein „Gesellschaft zur Förderung des traditionellen Jazz Plön“ gründeten. Das erste Jazzfestival war 1990. Musikalischer Leiter Reimer von Essen hat nicht mitgezählt, wie oft er in Plön gastierte. „Ich bin in Plön aufgewachsen, und insofern bin ich süchtig nach Plön“, gestand der 77-jährige Musiker am Rande der Eröffnung. 1956 war Klaus Jänke aus Kassel das erste Mal in Plön.Seit rund zwölf Jahren entgeht ihm keines der Jazz-Festivals, für die er extra anreist. „Für Fans des Jazz ist das ein Höhepunkt im Jahr, es ist der melodische, alte Jazz, mit dem wir groß geworden sind“, so Jänke. „Damals fanden die Konzerte in einem Zelt an der Fegetasche statt. Das war ein wunderbarer Klang, viel besser als in allen anderen Sälen.“

Heute geht das Jazz-Festival in der Aula weiter mit Konzerten des Matthias Seuffert Quintetts (17.30 Uhr) und der Barrelhouse Jazzband (20.15 Uhr). Morgen sorgen in der Plöner Fußgängerzone und auf dem Markt für Stimmung: Die Festival Brassband (10 Uhr), The Marmadukes (11.30 Uhr) und die junge Bühne, wenn sich musikalische Talente präsentieren (13 bis 17 Uhr), alles bei freiem Eintritt. Für alle Konzerte gibt es noch Restkarten. www.jazz-ploen.de

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