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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 22:49 Uhr

Jahrbuch mit viel Heimatgeschichte

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde präsentiert überwiegend wissenschaftlich recherchierte Artikel auf 280 Seiten

Es ist bereits das 15. Jahrbuch in Folge, das Dr. Silke Hunzinger als Allein-Redakteurin der Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde im Kreis Plön von der Themenfindung bis zum Druck begleitet hat. Die engagierte Kunsthistorikerin freut sich über 15 überwiegende wissenschaftlich ausgearbeitete Aufsätze.

Das von Dr. Henning Höppner gezeichnete Titelbild vom Herrenhaus Hagen in Probsteierhagen ist dem ersten Aufsatz in dem neuen Buch von Karin Biskup aus Fiefbergen und Margrit Stoltenberg aus Krokau gewidmet. Sie befassen sich mit Christoph Blome, den letzten Gutsherrn auf Gut Hagen. Es geht dabei um seine Gutsherrschaft in der Zeit der Aufklärung und die Leibeigenschaft. Die Leser erfahren Grundlegendes über das Leben eines Gutsbesitzers.

Wolfgang Lage aus Mucheln hat über Armut und Krankheit in Fahren und dem übrigen Kirchspiel recherchiert und geschrieben. Er zeigt unter anderem lesenswerte Protokolle der Armenfürsorge. Volker Giese aus Wankendorf unternimmt mit den Lesern des Jahrbuches eine malerische Reise und zeigt einige Werke des Industriehistorikers und Landschaftsmalers Ole Jør-gen Rawert. Er hat seinen malerischen Blick auf das östliche Holstein gerichtet. Giese zeigt in dem Buch Bilder, die bisher der breiten Öffentlicheit verborgen blieben.

Eggert Götsch aus Kiel beschreibt seine eigene Schulzeit in der Dorfschule in Fahren, die er bis 1961 selbst besuchte. „Es werden viele Annekdoten und Erinnerungen aus der eigenen Schulzeit beschrieben“, schmunzelte Dr. Silke Hunzinger. Es wird über die damalige Diskussion um den Erhalt der Dorfschule aber auch den letzten Arbeitstag des Lehrers als dörfliches Kulturerbe geschrieben, der Knotenpunkt im Dorf. Aber auch der schulische Alltag kommt in dem Aufsicht nicht zu kurz.

Der Festvortrag des Militärhistorikers Dieter Hartwig aus Kiel zum Jubiläum „250 Jahre Garnisionsstadt Plön“ ist ebenso ereignisreich wie die Schildungen des Eisenbahnhistorikers Bernd Bornau von der Insel Helgoland über den Unfall eines Geschützzuges auf der Kleinbahn zwischen Kiel und Schönberg 1919.

Gerd Dreßler und Theresia Künstler schreiben über den Verlauf der Alten Schwentine und Rüdiger Wertz aus Lütjenburg über den Fund einer Mooreiche im Schulteich, die nachweislich 2100 Jahre alt ist. Gerhard Kay Birkner hat über ein Konzert geschrieben, das Emma Dahl 1840 für Christian VIII. in Plön veranstaltet hat. Die geborene Plönerin war die bedeutendste Opernsängerin ihrer Zeit in Europa.

Über die 1918 geführte Diskussion um die Zukunft der Kadettenanstalt in der Weimarer Republik schreiben Alfred Heggen und Detlef Kraack. Die Entstehung des Eiszeitmuseums im Lütjenburger Nienthal beschreibt Dietrich Petter.

Derzeit werden etwa zwei Drittel der Jahrbücher von emsigen Mitglieder an die Mitglieder verteilt. Wie Silke Hunzinger bei der Vorstellung des Jahrbuches sagte, ist die Zahl der Mitglieder der AG für Heimatkunde leicht rückläufig und stagniert bei 850.  

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von
erstellt am 16.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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