Kreis Plön : Jagdsteuer wird ohne Jäger auf den Weg gebracht

Nach einem Beschluss des Kreistages soll am 1. April 2012 die Jagdsteuer im Kreis Plön eingeführt werden.

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30. September 2011, 12:23 Uhr

Plön | Am Mittwoch ist im Umweltausschuss des Kreistages mit der Umsetzung begonnen worden. Die Jäger im Kreis Plön lehnen weiterhin strikt die Wieder-einführung der Jagdsteuer ab. Nach ihren Erfahrungen entstehen dem Kreis hohe Kosten, die aus den Einnahmen der Jagdsteuer nicht gedeckt würden.

Vor einigen Jahren ist die Erhebung einer Jagdsteuer auf Drängen der Jäger vom Kreistag ausgesetzt worden. Doch die finanziellen Zeiten werden für den Kreis Plön immer schlechter. Bereits der Landesrechnungshof, so Dr. Birgit Freund-Malecha (SPD), hat kritisiert, dass der Kreis Plön die Jagdsteuer nicht mehr erhebt. Es gelt, jede Möglichkeit der Einnahmen auszuschöpfen.

Nach dem Beschluss des Kreistages sollte sich ein Arbeitskreis unter den Vorsitz von Hans-Herbert Pohl (CDU) gemeinsam mit den Jägern über die Ausgestaltung der neuen Satzung zur Erhebung der Jagdsteuer unterhalten. So eine Unterhaltung fand am Mittwoch in einem Revier statt. "Die Jäger wollen keine Jagdsteuer zahlen", brachte Pohl aus dem Gespräch mit.

Die Verwaltung erhielt am Mittwoch vom Umweltausschuss den Auftrag, "ohne Beteiligung der Jäger eine Satzung für die Erhebung der Jagdsteuer zu erarbeiten" und dem Ausschuss vorzulegen. Pohl: "Die Berechnung der Jagdsteuer mit Verwaltungs- und Entsorgungskosten für das Fallwild darf am Ende kein Nullsummen-Spiel werden", sagte Pohl eindringlich. Es solle am Ende auch ein Gewinn für den Kreis Plön entstehen.

Allerdings, so fügte Dr. Birgit Freund-Malecha hinzu, müssten von Fallwild stark betroffene Revierinhaber besonders berücksichtigt werden. Und Vorsitzender Hans-Herbert Pohl fügte genervt hinzu: "Das Schwierigste bisher waren die Gespräche mit den Jägern. Sie halten die Jagdsteuer nach wie vor für antiquiert."

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