Plön : Jagdsteuer wieder in der Diskussion

Das hat es schon seit viele Jahren nicht gegeben. Der Plöner Kreistag tritt noch im alten Jahr zusammen, um den Haushalt für das nächste Jahr zu beschließen.

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07. Dezember 2011, 11:14 Uhr

Plön | Donnerstag, 8. Dezember, geht es bereits ab 10 Uhr im Kreishaus los. Im Mittelpunkt wird dabei die Diskussion um die Wiedereinführung der Jagdsteuer stehen.

Wenn es nach der Beschlussvorlage geht, dann soll die Jagdsteuer zum 1. April 2012 eingeführt werden. Der Kreis erwartet dadurch Mehreinnahmen von rund 100 000 Euro. Was die Politiker nicht bedenken: Mit der Einführung der Jagdsteuer würden die Jäger das Fallwild, das im Straßenverkehr getötet wird, nicht mehr wie bisher kostenlos beseitigen. Das müsste der Kreis selbst machen. Die Jäger prognostizierten dafür deutlich höhere Ausgaben als Einnahmen aus der Jagdsteuer.

In einer Pressenotiz teilte Dr. Mark Jahn (FWG) mit, dass er morgen im Kreistag gegen die Wiedereinführung der Jagdsteuer stimmen wird. Gründe sind für ihn die ungeklärte Wirtschaftlichkeit und die Ungerechtigkeit.

"Sollte die Beseitigung des Fallwildes vollständig beim Kreis bleiben, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Ausgaben die Einnahmen übersteigen", vermutet Jahn.

Jäger seien Natur-, Umwelt- und Landschaftsschützer. Ihre Ausbildung sei anspruchsvoll und werde der Verantwortung der Jäger damit gerecht. Bedauerlich sei, dass die Befürworter der Wiedereinführung der Jagdsteuer heute in den Jägern zumeist noch schießwütige Cowboys und superreiche Gutsherren sehen.

Die Jäger sind nach OHA-Informationen gut aufgestellt. Sollte es zu einer Wiedereinführung der Jagdsteuer kommen, werden sie die Polizei nachts mit den Verkehrsteilnehmern und den toten Tieren auf den Straßen allein lassen. Der Kreis Plön müsste dafür vor allen Dingen nächtliche Bereitschaften einführen. Außerdem planen die Jäger bei einer Wiedereinführung der Jagdsteuer die Einschreitung eines Klageweges.

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