Eutin-Fissau : Jackie Meyer neue Dorfvorsteherin

Der neue Fissauer Dorfvorstand: Jackie Meyer (von links), Christian Haase Manfred Raddatz und Manfred Werner.
1 von 2
Der neue Fissauer Dorfvorstand: Jackie Meyer (von links), Christian Haase Manfred Raddatz und Manfred Werner.

Fissau hat gewählt: Vier neue Gesichter bilden den neuen Dorfvorstand. Die Stadtwerke informieren im September über Breitbandausbau

von
09. Juli 2015, 04:30 Uhr

Zu Beginn der Versammlung hegte Brigitte Tiesch eine große Sorge: „Wir haben viele in Fissau gefragt, ob sie nicht im Dorfvorstand aktiv werden möchten, aber nur Absagen geerntet.“ Ihre Furcht, dass sich keine neuen Interessenvertreter für den Eutiner Stadtteil finden könnten, endete gut eine Stunde später: Aus der Versammlung im Gasthaus Wittenburg, an der Dienstagabend 33 Fissauer teilnahmen, wurden sechs Kandidaten für den neuen Dorfvorstand vorgeschlagen. Vier erklärten ihre Bereitschaft – und wurden einstimmig im Block gewählt.

Die vier teilten anschließend unter sich die Position auf: Neue Dorfvorsteherin ist die Pferdewirtschaftsmeisterin Elfi-Jacqueline „Jackie“ Meyer (50), die auch für die FDP in der Stadtvertretung sitzt. Ihren Rückhalt bilden drei Männer: Als 1. Stellvertreter der Beamte Christian Haase (37), als 2. Stellvertreter der Rechtspfleger Manfred Raddatz (62) und als 3. Stellvertreter der Rentner Manfred Werner (72).

Das Quartett folgt einem 15-jährigen Engagement von Brigitte Tiesch und Elke Kock im Dorfvorstand. Beide begründeten ihren Abschied aus dem Amt mit persönlichen Gründen. Hans-Ulrich Asbach, der dem Dorfvorstand ebenfalls angehörte und nicht anwesend war, habe seine Arbeit vor einem Jahr ruhen lassen, berichtete Brigitte Tiesch, und es mit einer mangelhaften Unterstützung durch die Verwaltung begründet.

In ihrem  letzten Bericht als Dorfvorsteherin sprach Tiesch von einem ruhigen Jahr 2014, die Stadt habe zurzeit andere Prioritäten als Projekte in Fissau. Mit Blick auf die künftige Bauleitplanung appellierte Tiesch, den Bereich Wiesenhof mit der gebotenen Sensibilität anzugehen. Über 40 altengerechte Wohnungen, die angekündigt seien, könne sie sich dort nicht vorstellen. Und sie appellierte an die Stadtvertreter, keine „so hässlichen Baukörper wie an der Sielbecker Landstraße mehr zuzulassen“.

Weitere von Tiesch angesprochene Themen griff Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz auf: Der Bau einer Sohlgleite an der Neumühle werde im September beginnen. „Bagger waren dort schon für eine archäologische Untersuchung im Einsatz, es wurde aber nichts gefunden.“

Der Plan, die häufig überfluteten Wegteile am Kuhbergsredder mit einem Holzsteg zu überbrücken, sei in Arbeit. Er stoße aber wegen des problematischen Untergrundes auf Schwierigkeiten: Es sei noch nicht klar, ob für die Stützen eines solchen Steges geeignete Standorte gefunden würden.

Zum brachliegenden Grundstück einer ehemaligen Tankstelle an der Sielbecker Landstraße gebe es Anfragen. Aber er könne noch nichts Konkretes sagen.

Schulz lobte die Fissauer für ihre Bereitschaft, Flüchtlinge willkommen zu heißen. Und er dankte Brigitte Tiesch und Elke Kock für ihren Einsatz zum Wohl des Ortes und der Allgemeinheit.

Alexander Baumgärtner von den Stadtwerken Eutin (SWE) stellte die Pläne für die Breitbandversorgung der Stadt vor, bei der auch in Fissau jedes Haus angeschlossen werde, wenn es die Eigentümer wünschten – und wenn sich 60 Prozent der Haushalte für diesen neuen Service entschieden. Alle Details werde es bei einer Veranstaltung der SWE im September geben.

Die Veranstaltungsleiterin der Landesgartenschau, Claudia Ohlsen, unternahm einen ausführlichen virtuellen Spaziergang über die LGS-Fläche, bevor es in der Diskussion zu den zwei obligatorischen Knackpunkten kam: Erstens die komplette Sperrung des Seeparks für die Bauarbeiten im Oktober dieses Jahres, die für Radfahrer wie Fußgänger gelten wird. Und zweitens der Besitz einer Eintrittskarte für das Passieren des Seeparks während der LGS.

Claudia Ohlsen warb für Verständnis, dass man an einer Sperrung während des Baus aus Sicherheitsgründen nicht herumkomme. Dazu zwängen auch die Erfahrungen mit Pflanzen-Diebstahl und Vandalismus im Schlossgarten.

Eine Dauerkarte als Voraussetzung für das Passieren des Seeparks während der LGS könnten Eutiner für 60 Euro erwerben, 15 Euro würden für Kinder ab sechs Jahre und Jugendliche fällig. Außerdem stifteten die Stadtwerke 1000 Tickets für Kinder. Damit werde ja nicht nur der Durchgang ermöglicht, sondern auch die Wahrnehmung eines riesigen Angebotes an Veranstaltungen während der Gartenschau.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen