Investor sucht erneut Gespräch mit Fissauern

nemitz

shz.de von
07. September 2018, 13:25 Uhr

Überrascht und enttäuscht zeigt sich Unternehmer Carsten Nemitz (Foto) aus Niederkleveez über den Gegenwind, den sein geplantes Seniorenzentrum am Kellersee im Stadtentwicklungsausschuss entfachte (siehe oben). „Wenn Menschen davon reden, dass dieses ‚Sahnegrundstück‘ zu gut für ‚die Alten‘ sei, macht mich das traurig“, erklärte er. „Wir leben doch derzeit in einer Gesellschaft, die davon profitiert, was ‚die Alten‘ nach dem Krieg geschaffen haben – und da soll das Grundstück nicht gut genug sein?“, fragte sich Nemitz.

Er bedauert, dass er aufgrund eines schweren Autounfalls nicht bei der Dorfschaftsversammlung im Sommer dabei sein konnte. „Ich denke, da ist vielleicht etwas auf schiefe Bahnen gelaufen“, sagte Nemitz. Er wolle daher gern noch einmal das Gespräch mit der Dorfschaft suchen – um zu schauen, was diese genau wolle, und um zu erklären, was er sich für die Bewohner wünsche. „Der direkte Kontakt miteinander ist da einfach besser.“ Bislang habe er die Kritik der etwa 19 Anwesenden der Versammlung nur vom Hören-Sagen erfahren. Über die Kubatur und die Tiefgarage sowie Gestaltung könne man sprechen, signalisierte Nemitz Kompromissbereitschaft. „Am Ende muss sich alles die Waage halten, sich jeder wiederfinden“, forderte er mit Blick auf die Diskussion im Ausschuss. Mit ihm sei weder über den Wunsch nach weniger Zimmern noch nach einem Shuttle–Service gesprochen worden, wie er ihn in anderen Einrichtungen geschaffen habe. „Dass ich mich nicht zu Wort melden durfte, war merkwürdig“, sagte Nemitz. Da habe er Eutin bislang anders wahrgenommen.

Er hätte sich gewünscht, erst mit der Dorfschaft über seine Idee zu sprechen und dann an die Stadtpolitik heranzutreten. „Jeder möchte doch wissen, was in seinem Dorf passiert“, sagte Nemitz. Doch der Immac sei die derzeitige Vorgehensweise seitens der Stadt empfohlen worden. Er hoffe nun auf ein gutes Gespräch mit mehr interessierten Fissauern. „Es wäre doch sonst schade, wenn wenige über die Zukunft vieler entscheiden“, sagte Nemitz.

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