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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 15:46 Uhr

Integrationshotel: „Mehr Sachlichkeit“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutiner will ein besonderes Hotel bauen und wehrt sich gegen Verleumdungen

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 00:47 Uhr

So kurz vor der Entscheidung um das „Haus des Gastes“ wird der Ton rauer. In verschiedenen Schriftstücken, die dem Ostholsteiner Anzeiger vorliegen, wird an dem Vorhaben, ein Integrationshotel auf Eutins Sahnegrundstück an der Stadtbucht zu bauen, kein gutes Haar gelassen. Im Gegenteil: „Es geht sogar so weit, dass auf Veranstaltungen der Bürgerinitiative für den Erhalt des Haus des Gastes unsere Werkstätten als Gefängnisse bezeichnet werden“, sagt Reinhard E. Sohns, Geschäftsführer von „Die Ostholsteiner“.

Sohns hatte Mitte März die Politik über seine Pläne für ein Integrationshotel informiert, sollte das Haus des Gastes nach dem Bürgerentscheid abgerissen werden (wir berichteten). „Seit Jahren sind unsere Bettenzahlen in der Stadt rückläufig, wir brauchen ein Hotel und mit einem I-Hotel wäre eine Verquickung von sozialen und wirtschaftlichen Aspekten möglich. Ich bin überzeugt, dass das ein echter Mehrwert für die Stadt wäre“, machte Sohns deutlich, der mit dem Drei-Sterne-Hotel auch Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt schaffen will.

Allerdings wünsche sich Sohns mehr Sachlichkeit in der Diskussion um das Vorhaben und den Standort – und nicht die Verbreitung von falschen Informationen. „Das fasse ich als Verleumdung auf, wenn falsche Dinge über uns verbreitet werden.“ Beispielsweise handele es sich bei den künftigen Hotelmitarbeitern nicht um Menschen aus den Werkstätten, wie behauptet werde. Auch die Finanzierung sei mitnichten unrealistisch, wie ihm Hotelgegner vorwerfen. Sohns verstehe BI-Mitglieder, die den Platz für alle Eutiner erhalten und Eigentumswohnungen verhindern wollen. „Die Gefahr besteht mit uns nicht.“ Das Unternehmen sei seit fast 40 Jahren seriös am Markt und in verschiedensten Bereichen bekannt. „Wir sind von hier, können Synergien im eigenen Haus wie Wäscherei und Reinigung nutzen. Einen Klotz wird es mit uns nicht geben und natürlich schaffen wir ganzjährige Arbeitsplätze“, entkräftet Sohns weitere Gerüchte. „Wir verfügen über ein großes Eigenkapital.“ Vom Sozialministerium ist Unterstützung für die Schaffung neuer Arbeitsplätze aus den Geldern der Ausgleichsabgabe signalisiert worden, bestätigte Kiel gestern. Diese leisten Unternehmen, die keine Schwerbehinderten beschäftigen. Seite 3

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