Inspektion im Schlossgarten

Dr. Margitta Meyer, (3.v.r.) Gartenreferentin der Landesdenkmalpflege, sprach vor Mitgliedern der Stiftung Schloss Eutin und der Landesgartenschau über das Problem des Kastaniensterbens in Parkanlagen.
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Dr. Margitta Meyer, (3.v.r.) Gartenreferentin der Landesdenkmalpflege, sprach vor Mitgliedern der Stiftung Schloss Eutin und der Landesgartenschau über das Problem des Kastaniensterbens in Parkanlagen.

Mängel-Schau: Landesgartenschau übergibt Gartendenkmal zurück an die Stiftung / Küchengarten wird bald für alle geöffnet

shz.de von
22. März 2017, 00:43 Uhr

Funktionieren die Türen und Tore, spült die Toilette im Neuholländerhaus richtig, wie sehen die Wege und Flächen aus – all das waren gestern Fragen, die die Vertreter der Stiftung Schloss Eutin, allen voran Schloss-Chefin Brigitta Herrmann, beim Rundgang mit Stephanie Bolz und Ann-Kristin Werner von der Landesgartenschau interessierten. Ab 31. März übernimmt die Stiftung Schloss Eutin die Flächen des großen Barockgartens offiziell wieder zurück in ihre Verantwortung. Die Begehung dazu fand gestern morgen bei schönstem Sonnenschein statt.

„Wir schauen, ob wir den Garten in dem Zustand zurückerhalten, wie wir ihn übergeben haben“, sagte Burkhard Beck-Broichsitter, Bauberater der Stiftung Schloss Eutin. „Sie bekommen ihn sogar noch besser zurück“, sagte Stephanie Bolz vom Landesgartenschau-Team mit einem Lächeln im Gesicht. Denn die einst von Unkraut verwucherten Flächen des Küchengartens sind Geschichte. Stattdessen bereitet Bolz mit Hilfe den Küchengarten für das Ehrenamt vor. „Leider haben uns die letzten zwei Tage Regen zurückgeworfen, aber das arbeiten wir nach“, sagte Bolz.

„Wir gehen davon aus, dass bis Ende Juni in der Natur alles sichtbar abgeschlossen sein wird“, sagte Schloss-Chefin Brigitta Herrmann, die die Garten-Inspektion als „durchweg positiv“ bezeichnete. Herrmann freute sich über die langfristige Zusage des Landes, mit 30  000 Euro jährlich die Pflege des bedeutenden Gartendenkmals zu unterstützen. Die Stadt Eutin hat die gleiche Summe in den Haushalt mit Sperrvermerk eingestellt. „Bedingung war, das es uns gelingt, Leben einzuhauchen. Und im Küchengarten sind wir gerade dabei, die ganzen Puzzle verschiedenster ehrenamtlicher Arbeit zusammenzusetzen“, sagte Herrmann. Vier Parzellen werden von Ehrenamtlern betrieben: der Hildegard-von Bingen-Garten, der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzen, die Kleingärtner sowie der Heil- und Giftkräuter-Garten. Der Liensfelder Hof engagiere sich weiter, ebenso Imker Morris. „Da sind wir auf einem wirklich guten Weg“, sagte Herrmann.

Auch die Gartenreferentin der Landesdenkmalpflege, Dr. Margitta Meyer, war beim Rundgang dabei: „Das Land hat viel Geld investiert und ich möchte schauen, ob nun irgendwo Defizite sind.“ Ohne kleinlich sein zu wollen, merkte sie an, dass doch bitte das Grün auf den weißen Brücken noch einmal abgewischt werde. Auch das Neuholländerhaus soll noch einmal gereinigt, die Wege im Küchengarten wieder hergestellt werden. „Das machen wir“, hielt Bolz fest. Spielt das Wetter mit, so rechnet Herrmann damit, den Küchengarten im April wieder für alle öffnen zu können.



Wer ehrenamtlich im Küchengarten helfen möchte, kommt zur Veranstaltung für Helfer morgen 17 Uhr zur Orangerie im Küchengarten.

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