Insel-Karneval: Beim Weihnachtsmann im Schwitzkasten

von
12. Februar 2018, 14:16 Uhr

In den vergangenen Jahren war der traditionelle Inselkarneval, der in einem Zelt auf dem Burger Marktplatz gefeiert wird, friedlich. Das galt für die Feier in der Nacht zum jüngsten Sonntag nicht mehr: Allein in der Zeit von 2.20 bis 3.10 Uhr wurden der Polizei vier Körperverletzungen gemeldet. Außerdem wurde ein 19-jähriger in Gewahrsam genommen und ein 14-Jähriger aufgegriffen, der sich kurz vor Mitternacht noch im Festbereich aufhielt.

Laut Polizeibericht wurde um 2.20 Uhr ein 17-Jähriger von einem 23-Jährigen geschlagen. Ein Security-Mitarbeiter konnte die beiden jungen Männer bis zum Eintreffen der Polizei trennen, beide erhielten einen Platzverweis.

Ebenfalls um 2.20 Uhr wurde ein 22-Jähriger von einem als Weihnachtsmann verkleideten Mann in den Schwitzkasten genommen und geschlagen. Die Polizeibeamten ermittelten den Mann im Weihnachtsmannkostüm, aber der sei nicht der Täter gewesen, sagte der 22-jährige den Beamten.

Kurz Zeit später zeigte er den Polizisten einen Mann, der ihn geschlagen habe. Der sagte den Beamten, dass er den jungen Mann nur aus dem Festzelt gedrängt habe. Die Ermittlungen gehen weiter.

Um 2.35 Uhr wurde eine 26-jährige Frau im Rettungswagen behandelt. Sie hatte einen Faustschlag gegen ein Auge erhalten. Der Tatverdächtige wurde ermittelt, es war ein 26-Jähriger aus Burg. Der erklärte den Beamten an, dass die Frau ungeschickterweise von hinten gegen seinen Ellbogen gelaufen sei. In diesem Fall wird ebenfalls weiter ermittelt.

Um 3.10 Uhr kam es zu einer Schlägerei, an der vier Männer (21, 22, 23 und 30) beteiligt waren. Einen 14-Jährigen griffen Beamte um 23.45 Uhr auf dem Festgelände auf, die Polizei ließ ihn von seinen Eltern abholen.

Ein 19-Jähriger fiel kurz nach Mitternacht auf, als er in der Nähe des Eingangs einen anderen Mann beleidigte und randalierte. Der deutlich alkoholisierte Mann erhielt von den Beamten einen Platzverweis.

Gegen 1.30 Uhr war er wieder da. Da absehbar war, dass er sich nicht friedlich verhalten würde, nahmen ihn die Beamten in Gewahrsam. In der Zelle in der Polizeistation bespuckte er die Wand und den Türspion, so dass er nur noch über die Kamera beobachtet werden konnte. Weiter urinierte er absichtlich in die Zelle, bevor er gegen 2.30 Uhr einschlief. Frühmorgens gab er einen freiwilligen Atemalkoholtest ab. Der ergab um 5.20 Uhr immer noch 1,46 Promille.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen