Inklusionstag – Sozialministerin diskutiert mit Verbänden über Teilhabe

Die Barrierefreiheit war den LGS–Machern wichtig.
Die Barrierefreiheit war den LGS–Machern wichtig.

shz.de von
02. Mai 2016, 15:15 Uhr

Im Vorfeld des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wird morgen, 4. Mai, auf dem Gelände der Landesgartenschau Eutin ein buntes und
fröhliches Fest „mit allen gemeinsam“ gefeiert. Dann wird sich die weitgehend barrierefreie und inklusive Gartenschau schwerpunktmäßig einen Tag lang damit beschäftigen, dass Unterschiede innerhalb einer Gesellschaft vollkommen normal sind und jeder mit seinen Stärken und Schwächen willkommen ist – egal, ob am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit oder eben auf der Landesgartenschau in Eutin.

Los geht’s um 10 Uhr mit der Öffnung der „Straße der Vielfalt“ im Bereich der neugestalteten Stadtbucht am Ufer des Großen Eutiner Sees. Verschiedene Vereine und Verbände, Institutionen
und Einrichtungen aus dem ganzen Land werden sich dort mit zahlreichen Mitmachaktionen, Info-Ständen und vielen Akteuren dem Gartenschau-Publikum präsentieren – und mal laut und auch mal leise für ihre gemeinsame und verbindende Sache werben.

Um 11 Uhr gibt es auf der Hauptbühne am Schloss eine Podiumsdiskussion mit der schleswig-holsteinischen Sozialministerin Kristin Alheit geben, die für diesen Tag die Schirmherrschaft übernommen hat. Das Diskussionsthema: „Inklusion – Teilhabe für alle.“

Ab mittags wird es – ebenfalls auf der Hauptbühne – ein Kulturprogramm mit ganz unterschiedlichen, vor allem musikalischen Beiträgen geben.

Auf der Bühne im Seepark gibt es ab späten Nachmittag Musik.

„Wir wollen eine LGS für alle erlebbar und zugänglich bieten“, sagt Bernd Rubelt, LGS-Geschäftsführer und Bauamtsleiter. „Vor diesem Hintergrund wurden bei der
Gartenschau nicht nur barrierefreie Baumaßnahmen umgesetzt, sondern auch der Workshop ‚Landesgartenschau erlebbar für alle!‘ veranstaltet, bei dem neben elf anderen inklusiven Projektideen auch dieser Thementag entstanden ist“, sagt Rubelt weiter. Nicht überall sei Barrierefreiheit im historischen Schlossgarten umsetzbar gewesen. Aber auf großen Übersichtsplänen werden die Besucher durch spezielle Kennzeichnung darauf aufmerksam gemacht, wann Steigungen beispielsweise mehr als sechs Prozent haben.

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