Eutin : Inklusionshotel: Architektenwettbewerb startet

Reinhardt-E. Sohns freut sich über den Zuspruch, den er für das Projekt Inklusionshotel erfährt und hofft auf baldigen Baubeginn.
Reinhardt-E. Sohns freut sich über den Zuspruch, den er für das Projekt Inklusionshotel erfährt und hofft auf baldigen Baubeginn.

Bis Jahresende soll ein Siegerentwurf gekürt sein. Die Wirtschaftlichkeit ist bereits per Studie nachgewiesen.

shz.de von
29. August 2018, 13:23 Uhr

Es war zwischenzeitlich ruhig geworden um die Pläne der Ostholsteiner gGmbH, an der Stadtbucht in Eutin ein Inklusionshotel zu bauen. Doch hinter den Kulissen passierte eine Menge, wie Geschäftsführer Reinhard E. Sohns gestern erklärte: „Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, die notwendig waren, um jetzt mit der Auslobung des Architektenwettbewerbs zu starten.“ Läuft alles wie geplant, rechnet Sohns mit einem Baubeginn im nächsten Jahr.

Zu diesen Voraussetzungen gehört unter anderem das Schreiben eines Konzepts für das geplante Inklusionshotel an der Eutiner Stadtbucht sowie eine Wirtschaftlichkeitsstudie. Letztere wurde von Martin Bünk von „Incotels“, einem unabhängigen Unternehmen, das mit Coaching und Managment von Inklusionshotels vertraut ist, erarbeitet. „Das Gutachten und das Konzeptpapier ist wichtig, um beispielsweise Fördermittelanträge zu stellen“, erklärte Sohns im Gespräch. Und die gute Nachricht: „Martin Bünk geht in seiner Studie davon aus, dass das Hotel ab dem zweiten Jahr wirtschaftlich arbeitet.“ Vier Vorteile gebe es laut Studie, die für den Erfolg des Inklusionshotels sprechen: „Die Lage an der Stadtbucht ist großartig. Ein Teil des Konzeptes sieht vor, das Tagungen stattfinden können, das bedeutet Einnahmen. Arbeitsplätze von Menschen mit Beeinträchtigungen werden bezuschusst und wir werden mit dem Hotel im Embrace-Verbund aufgenommen, die von verschiedenen Gruppen gezielt nachgefragt werden“, erklärte Sohns.

Wie geht es jetzt weiter? „Am 27. September startet die Auslobung des Architektenwettbewerbs. Vier Büros haben bereits zugesagt, zwei sind noch angefragt. Alle stammen aus dem norddeutschen Raum, eines aus Dänemark“, sagte Sohns. Bis 26. November müssen die Büros ihre Modelle und Vorschläge eingereicht haben, damit am 19. Dezember das Preisgericht tagen und einen Sieger-Entwurf küren kann, der dann wiederum bei den städtischen Gremien eingereicht werden kann, um eine Baugenehmigung zu erhalten. „Wir wollen wirklich das Beste für Eutin und die Eutiner mit einbeziehen, deshalb machen wir den Architektenwettbewerb“, erklärte Sohns. Die Stadt Eutin, die Sohns Planungssicherheit mittels Anhandgabevertrag bis zum Jahresende zusagte, sei von Anfang an mit im Boot. So sei beispielsweise Bauamtsleiter Henning Schröter einer der Fachpreisrichter, Bürgermeister Carsten Behnk sowie Fraktionsvertreter würden neben Sohns als Sachpreisrichter geladen. Die inhaltliche und fachliche Betreuung sowie die organisatorische Abwicklung des Verfahrens erfolge durch die D&K Drost consult GmbH aus Hamburg.

Das etwa sechs bis sieben Millionen teure Integrationshotel soll mindestens im Bereich Drei-Sterne-Superior liegen, über etwa 40 Zimmer in insgesamt vier Ausstattungskategorien (von Economy bis Wellness) verfügen und einen Wellness- sowie einen Gastronomie-Bereich haben. Zum gastronomischen Bereich gehören laut Sohns ein Restaurant mit 50 bis 70 Sitzplätzen, eine Bar oder Lounge, ein Bankettraum für Feiern sowie eine Terrasse mit Blick auf den Eutiner See und das Schloss. Das Personalkonzept für das Integrationshotel sehe 25 Arbeitsplätze vor, elf davon für Menschen mit Behinderungen.

Für die Parkplatzfrage zeichne sich auch eine Lösung ab: „In dem Rondell am Bleeker Gang gehört ein Teil der Parkplätze zum Grundstück. Außerdem ist die Stadt bereit, in relativer Nähe zum Grundstück anmietbare Stellplätze zu schaffen“, erklärte Sohns. Die Gesamtfläche des Grundstückes an der Stadtbucht ist 3800 Quadratmeter groß, der Neubau soll insgesamt eine Nutzfläche von 1800 Quadratmetern haben.

.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen