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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 03:56 Uhr

Inklusion: Aktionstag in der Kreisverwaltung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 27.Mär.2015 | 12:00 Uhr

Der Kreistag hat vor einem Jahr beschlossen, dass Ostholstein als erster Kreis in Schleswig-Holstein einen Aktionsplan Inklusion zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention entwickelt. Und dieser Prozess nimmt weiter an Fahrt auf. Im Rahmen eines Aktionstages Inklusion erkundeten kürzlich rund 50 Mitarbeiter der Kreisverwaltung mögliche Barrieren im Eutiner Kreishaus. Landrat Reinhard Sager stellte in seiner Begrüßung heraus, dass das Thema Inklusion in der Verwaltung gerade auch durch den demografischen Wandel von besonderer Bedeutung sei: „Wir wollen uns sensibilisieren und die eigenen Strukturen ein Stück weit hinterfragen“, so der Landrat.

Dr. Stefan Doose, Koordinator Inklusion des Kreises Ostholstein, moderierte die einführende Informationsveranstaltung und bezog Bürger mit verschiedensten Beeinträchtigungen ein. Sie stellten heraus, welche Bedürfnisse sie als Kunden der Verwaltung haben.
Ob Kopfsteinpflaster, leichte Sprache, ein besseres Info-Leitsystem, Ansagen im Fahrstuhl oder die Frage nach Gebärdendolmetschern: Die unterschiedlichsten Denkanstöße wurden gegeben. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung nutzten die Gelegenheit, die Räumlichkeiten des Kreishauses zu erkunden und praktische Erfahrung zu sammeln. So versetzte sich ein Mitarbeiter durch den Alterssimulationsanzug in die Situation körperlich stark eingeschränkter Personen. Eine andere Mitarbeiterin ließ sich am Hörverlustsimulator erläutern, dass Schwerhörigkeit eben nicht bedeutet, nur alles leiser zu hören. Als sie nachher mit Gehörschutz an die Bürotüren klopft, hört sie nicht, dass sie hereingebeten wird und wartet erst einmal vergeblich vor der Türe.

Und der Leiter des Fachbereichs Soziales, Jugend, Bildung und Sport, Dr. Matthias Badenhop, fuhr im Rollstuhl durch die Flure und bemerkte, wie mühsam Türen zu öffnen sind.

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