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Eutin : Initiative „Sternenkette“ macht Golfer zu Spendern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Insgesamt 10000 Euro für Einrichtungen der Sterbebegleitung wurden bei einem Golfturnier in Timmendorfer Strand ausgeschüttet. Die Hälfte davon nahm das Elisabethkrankenhaus Eutin entgegen.

Mit einer ungewöhnlichen Siegerehrung endete am Wochenende ein Golfturnier in Timmendorfer Strand: Statt Pokalen und Sachpreisen durften die besten Teams („Flights“) bestimmen, welche Hospizeinrichtung eine Spende in Höhe von 1000 Euro erhält. Besonders stark bedacht wurde das Eutiner St.-Elisabeth-Krankenhaus: Oberarzt Dr. Stephan Flader nahm 5000 Euro entgegen.

Susanne Graap gehört dem Timmendorfer Golfclub an, nach dem Tod ihrer Mutter kam sie als Reaktion auf die gute Betreuung ihrer Mutter im Elisabeth-Krankenhaus Eutin auf die Idee, die Initiative Sternenkette zu gründen. Deren Prinzip: Golfer, die regelmäßig gemeinsam spielen, füttern ein Sparschwein mit mindestens zehn Euro pro Monat, am Saisonende wird der Inhalt gespendet.

Elf Gruppen gibt es mittlerweile in acht Golfclubs, über Ostholstein hinaus in Köln, Berlin, Dresden und Bad Bevensen. Vergangenes Jahr kamen bereits 7000 Euro zusammen.

Zu Turnierbeginn stand dieses Jahr noch nicht fest, wie viel es werden würde: Die Flights hatten ihre Sparschweine ungeöffnet mitgebracht, erst zum Turnier fand der Kassensturz statt. 6800 Euro kamen so zusammen, 1700 Euro wurden darüber mit einer Tombola erlöst. Und während der Gala nach dem Turnier wurde durch weitere und Auktionen, die Susanne Graaps Mann Andreas ausrichtete, zusätzliche 2500 Euro eingenommen.

Am Ende ergab sich folgende Spendenverteilung: Die Organisatoren mit Susanne Graap stellten dem Elisabeth-Krankenhaus 4000 Euro zur Verfügung. Darin enthalten waren 2500 Euro, die im Sommer beim 7. Hörgeräte-Kersten-Turnier in Timmendorf erlöst worden waren. Suzanne Kern, Marion von der Born, Frank Wichtrup (Emstal) und Jörn Albers (Buchholz/Nordheide) hatten als Team das beste Netto-Ergebnis und spendeten 1000 Euro ebenfalls für die Eutiner Klinik, die mit zwölf Betten die größte Palliativstation in Schleswig-Holstein hat.

Weitere spielerisch Teams spendeten insgesamt 2000 Euro für das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg sowie jeweils 1000 Euro für eine Einrichtung in Dresden, für eine Palliativstation in Lübeck und den ambulanten Hospizdienst in Neustadt.

Auf der Internetseite des Elisabeth-Krankenhauses erklärt Dr. Flader, wie das Haus die Spende verwenden wird: „Das Geld wird direkt den Patienten zu Gute kommen. So können mit Spendengeldern immer wieder Projekte, aber auch besondere Ausstattung im Palliativzentrum finanziert werden – von den Klinik-Clowns bis zu Strandkörben für die Patienten im Garten. Mit der Spende der Initiative Sternenkette wird nicht nur ein musiktherapeutisches Angebot etabliert werden können, sondern auch komplementärmedizinische Behandlungsansätze gefördert.“

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erstellt am 20.Okt.2014 | 13:29 Uhr

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