Ingo Gädechens auf Truppenbesuch in Afghanistan

Begegnung in Afghanistan: Ministerin von der Leyen, Oberstleutnant von Freymann und Ingo Gädechens.
Begegnung in Afghanistan: Ministerin von der Leyen, Oberstleutnant von Freymann und Ingo Gädechens.

23-24686863_23-56998053_1386856218.JPG von
28. März 2018, 15:59 Uhr

Der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Verteidigungsausschuss, Ingo Gädechens, besuchte gemeinsam mit der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) das deutsche Einsatzkontingent im afghanischen Masar-E Sharif und in Kabul. Die Reise erfolgte eine Woche nach der Verlängerung des Mandates für Afghanistan und eine Erhöhung der Truppenstärke von 980 auf 1300 Soldaten durch den Bundestag. Die Bundeswehr ist seit mehr als 16 Jahren am Hindukusch im Einsatz, inzwischen vor allem als Ausbildungs- und Führungsunterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte.

„Es war mir wichtig, mir vor Ort ein Bild von der Lage zu verschaffen. Die Ausbildungsunterstützung zeigt Fortschritte. Nur verlässliche und gut ausgebildete afghanische Sicherheitskräfte können die eigene Bevölkerung schützen“, sagte Gädechens. „Langsam kommen wir Schritt für Schritt voran. Ich gehe allerdings davon aus, dass deutsche Soldaten noch einige Jahre die Kräfte in diesem vom Krieg geschundenen Land unterstützen müssen. Die afghanische Armee kontrolliert nach eigenen Angaben 60 Prozent des Territoriums, in dem drei Viertel der gesamten Bevölkerung leben. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber leider immer noch nicht genug.“

In Masar-E Sharif gab es für den Bundestagsabgeordneten ein Wiedersehen mit dem ehemaligen stellvertretenden Kommandeur des Aufklärungsbataillons 6, Oberstleutnant Christoph von Freymann. Er war von 2011 bis Anfang 2015 in Eutin. Gädechens hatte den Oberstleutnant schon einmal in Afghanistan getroffen: Vor knapp sechs Jahren im Bundeswehrcamp Kundus.

In Kabul traf die deutsche Delegation den afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani. „Die Bemühungen des afghanischen Präsidenten, eine politische Lösung mit den Taliban herbeiführen zu wollen, sind richtig, kommen allerdings nur schwer voran“, berichtet Gädechens. Angesichts bevorstehender Wahlen sei es wichtig, dass sich das Land vorwärts entwickele, damit die Menschen Zutrauen und Mut für die Zukunft entwickelten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen